Bitte warten...

Oma kocht am besten

Linsensuppe und Kirschpfannkuchen

Wenn Herta Klaudat für ihren Enkel Sebastian kocht, greift sie zu anderen Zutaten als sonst. Sebastian ist Veganer. Bei seinem Lieblingsgericht, Linsensuppe, geht der Verzicht auf tierische Produkte noch leicht. Schwieriger wird es bei den Kirschpfannkuchen. Herta Klaudat rührt den Teig mit Ei und Milch an, "das geht ja gar nicht ohne", sagt sie. Die Pfannkuchen sind somit ein Tabu für Sebastian.
Zum Essen kommt er trotzdem gern zu Oma nach Höhenfröschen, mit seinen Eltern im Schlepptau. Die sind Vegetarier, sie essen sowohl Suppe als auch Pfannkuchen und können deshalb problemlos den direkten Vergleichstest machen, ob Sebastian das Kochexperiment meistert. Sebastian achtet er genau darauf, dass sein veganer Teig so locker wie bei seiner Oma ist. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin, ebenfalls Veganerin, will er die Tafelrunde von seiner Variante des Familiengerichts überzeugen, Oma voran.
"Als ich fünf Jahre alt war, bin ich Vegetarier geworden", erzählt Sebastian Klaudat, "aus Liebe zu den Tieren". Er hatte Glück, seine Eltern stellten die Ernährung der gesamten Familie auf fleischlos um. Seit einigen Jahren lebt Sebastian nun vegan und kennt sich genau aus, welche Nahrungsmittel dem Körper welche Nährstoffe liefern. Er widerlegt mit seiner Statur, dass nur tierische Proteine Power bringen. Täglich macht er erfolgreich Kraftsport.
Mit den Vorbereitungen des Testessens legt Sebastian früh los. Gemüse für die Linsensuppe "schnibbeln", kein Problem. Für die Pfannkuchen mixt er als Ersatz für Kuhmilch eine Milch auf Basis von Cashewnüssen. Essig sorgt dafür, dass der Teig locker wird. Und für die Linsensuppe hat er sich noch eine kleine Extra-Einlage ausgedacht. Als er klein war, hat Oma immer mal versucht, ihm ein bisschen Fleisch unterzujubeln. Deshalb schmuggelt er heute Räuchertofu in die Suppe: "Mal sehen, ob's Oma merkt", lacht er.