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SENDETERMIN Sa, 23.5.2020 | 17:00 Uhr | SWR Fernsehen

Neue Nationalparks - Toronto

Der 2015 gegründete weltweit erste "urbane Nationalpark" der Welt liegt mitten in Toronto, der größten Metropole des Landes. Kanada besitzt gut vierzig Nationalparks in allen Regionen des Landes und blickt auf eine lange Geschichte des Naturschutzes zurück, seit 1885 der erste Park des Landes gegründet wurde. Doch alle liegen weit im Hinterland - Rouge ist der erste, der den Naturschutz ins Herz einer Metropole bringt.
Und obwohl ringsherum gut fünf Millionen Menschen leben, schützt er auf einer Fläche von rund 16.000 Hektar eine verblüffende Vielfalt an Tieren und Pflanzen: 1.700 Arten sind es; Habichte, Kojoten und Stinktiere ebenso wie Biber, Seeadler und Stachelschweine. Das Tal des Rouge River, Kernstück des Parks, liegt im Carolinian Forest, einer artenreichen Vegetationszone im äußersten Süden Kanadas, die berühmt ist für ihre Blätterfärbung im Indian Summer. Neben der Natur schützt der Park auch historische Farmen, die heute noch bewirtschaftet werden. Hier wird versucht, ein neues Nationalpark-Konzept umzusetzen, bei dem auch Kulturlandschaften Teil des geschützten Parks sind und die örtliche Bevölkerung stark mit einbezogen wird.
Und da in Kanada ja alles größer ist als anderswo, ist dieser "Stadtpark" auch 22 Mal größer als der Central Park in New York: fast 100 Quadratkilometer misst er insgesamt. Die unmittelbare Nähe zur Großstadt bedeutet auch Gefahren für das Schutzgebiet: Stadtviertel wuchern bis an die Parkgrenzen, an Wochenende sind die Strände überfüllt. Und mancherorts stört Straßenlärm, denn eine der wichtigsten Autobahnen Kanadas führt quer durch den Park. Wie können diese Einflüsse minimiert und gesteuert werden? Das werden in Zukunft die wichtigsten Fragen sein.

Sendung vom

Sa, 23.5.2020 | 17:00 Uhr

SWR Fernsehen