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Wir alle wissen, dass wir eines Tages sterben werden. Und dennoch haben die meisten von uns den Tod ganz weit weggeschoben und verdrängen ihn im Alltag. Bis er plötzlich doch wieder mitten in unserem Leben steht.

Sei es, dass wir selbst durch eine schwere Krankheit mit dem eigenen Sterben konfrontiert werden oder in unserem Familien- oder Freundeskreis ein unerwarteter Todesfall für Sprachlosigkeit sorgt.

Reden über den Tod fällt nicht leicht, Gedanken darüber machen den meisten Angst. Angehörige eines Demenz-Patienten durchleben schmerzhaft das langsame Abschiednehmen von einem geliebten Menschen, dessen Persönlichkeit mehr und mehr entschwindet.

Wer als Krebspatient von der Medizin als austherapiert gilt, wünscht sich Schmerzfreiheit und ein würdevolles Loslassen vom Leben. Doch muss er so lange ausharren, bis das Leben verglimmt?

Soll die hochdepressive Frau, die seit Jahren nur noch Leere und Sinnlosigkeit verspürt, den Zeitpunkt ihres Todes frei wählen dürfen? Oder der Hochbetagte, der zufrieden auf das Erlebte zurückblickt und bereit ist zu gehen? Befürworter und Gegner der Sterbehilfe stehen sich seit Jahren unversöhnlich gegenüber.
So individuell wie die Lebensentwürfe selbst, so unterschiedlich setzt sich jeder von uns mit seinem letzten Weg auseinander.

Ist das Sterbenwollen ein ebenso natürlicher Wunsch wie das Leben wollen? Wie weit darf Autonomie und Selbstbestimmung grundsätzlich gehen? Müssen wir uns vorschreiben lassen, wie und wann wir zu sterben haben?

Winfried Glatzeder - der Schauspieler setzt sich intensiv mit dem Tod auseinander
Gisela Getty - begleitete den schmerzhaften Sterbeprozess ihrer Zwillingsschwester
Muri Miyanyedi - die an Multiple Sklerose Erkrankte setzt sich für Sterbehilfe in Deutschland ein
Elisabeth Kunze-Wünsch - leitet ein Hospiz und begleitet Sterbende auf ihrem letzten Weg
Rolf Mayer - seine Frau entschied sich auf dramatische Weise gegen das Leben
Mark Castens - erfüllt letzte Wünsche von Sterbenskranken
Prof. Dr. Sven Gottschling - Schmerz- und Palliativmediziner

Redaktion: Karen Rentsch (Chefin vom Dienst), Nadine Ackermann Marie-Luise Burgdorff, Thorsten Fleischmann, Simon Götz und Katja Stolle-Kranz

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