Michael Steinbrecher (Moderation) und Siyou Ngnoubamdjum (v.li.) (Foto: SWR, SWR - Peter A. Schmidt)

Sendung am 30. März 2018 Glaube versetzt Berge

Ich muss nur fest daran glauben, dann wird selbst das Unmögliche möglich!

Der Glaube an sich selbst und an seine Fähigkeiten ist ein entscheidender Faktor, um seine persönlichen Ziele und Wünsche zu erreichen. Oft zahlt sich diese sture Beharrlichkeit aus.

Wer wie besessen von einer völlig verrückten Geschäftsidee überzeugt ist und in dieses Projekt all seine Kraft, viel Zeit und sein ganzes Geld investiert, der lässt sich auch nicht von Zweiflern und Pessimisten in seinem Umfeld aufhalten. Solch eine Verbissenheit kann förmlich Flügel verleihen, birgt aber auch die Gefahr, Risiken auszublenden.

Doch nicht nur der Glaube an sich selbst kann die sprichwörtlichen Berge versetzen. Ob in Krankheits- oder Trauersituationen: Vielen hilft der Glaube an Gott, um in fast ausweglosen Lagen nicht den Lebensmut zu verlieren.

Oft sehen in ihrer Not gerade Schwerkranke den letzten Strohhalm in einer dubiosen Heilmethode. Sei es die Kraft der Kristalle, Engel oder Vollmond-Rituale – den Patienten werden wahre Wunder versprochen, geboten wird aber häufig nur fauler und teurer Zauber.

Brigitte Voss

Portrait von Brigitte Voss (Foto: SWR, SWR - Peter A. Schmidt)
Brigitte Voss SWR - Peter A. Schmidt

Bereits die Kindheit von Brigitte Voss war geprägt durch Spiritualität und hellsichtige Vorahnungen. Aber erst 2010, nach dem schrecklichen Harley-Unfall ihrer großen Liebe, dem Schweizer Rocksänger Steve Lee, spürte sie eine Eingebung: „Als ich kurz nach seinem Tod zum Beten in die Kirche ging, durchflutete plötzlich ein grelles Licht den Raum. Danach war ich voll von göttlicher Liebe.“ Seitdem arbeitet die ehemalige „Miss Schweiz“ als Medium und Trance-Heilerin.

Christa Benz

Portrait von Christa Benz (Foto: SWR, SWR - Peter A. Schmidt)
Christa Benz SWR - Peter A. Schmidt

Vor fünf Jahren veränderte sich das Leben von Christa Benz mit einem Schlag: Ihr damals kerngesunder Mann erlitt eine Gehirnblutung, lag wochenlang im Koma. Die Ärzte sahen kaum Hoffnung, dass er jemals wieder ins Leben zurück findet. Doch die Stuttgarter Klavierlehrerin war von Anfang an fester Überzeugung: Marcus wird wieder gesund. Ihre häusliche Intensivpflege und unerschütterliche Liebe zeigt Erfolge: „Geht nicht, gibt es bei mir nicht.“

Bruder Martin Berni

Portrait von Bruder Martin Berni (Foto: SWR, SWR - Peter A. Schmidt)
Bruder Martin Berni SWR - Peter A. Schmidt

Der Glaube an einen liebenden, barmherzigen Gott bestimmt das Denken und Handeln von Bruder Martin Berni. Für den ehemaligen Franziskanerpater steht das Leben und Arbeiten mit hilfsbedürftigen Menschen im Mittelpunkt. Er kennt das Elend in den Slums von Indien, aber auch die Not, die es in Deutschland gibt. Seit 12 Jahren setzt er sich täglich für Obdachlose in Ingolstadt ein: „Das Gebet ist für mich eine Kraftquelle, ohne meinen festen Glauben könnte ich das gar nicht so intensiv machen.“

Andreas Schutti

Portrait von Andreas Schutti (Foto: SWR, SWR - Peter A. Schmidt)
Andreas Schutti SWR - Peter A. Schmidt

Andreas Schutti baute sich bereits in jungen Jahren ein Diskotheken-Imperium auf. Er wurde zum Star des österreichischen Nachtlebens und führte als „Discokönig“ ein Jetsetleben. Trotz Ehe hatte er ständig Affären, war pornosüchtig und verschleuderte sein Geld ohne Sinn und Verstand. Bis sein Höhenflug in einer Bruchlandung endete. Am Boden zerstört fand er in seiner Not zum Glauben: „Durch Gott habe ich mein Leben um 180 Grad gedreht und wurde ein anderer Mensch.“

Prof. Dr. Markus Gabriel

Portrait von Prof. Dr. Markus Gabriel (Foto: SWR, SWR - Peter A. Schmidt)
Prof. Dr. Markus Gabriel SWR - Peter A. Schmidt

„Der Glaube kann helfen, psychische Krisen zu überstehen. Oft erfahren wir erst durch Grenzsituationen und Lebenskrisen, dass wir unsere Karten neu mischen müssen“, sagt Prof. Dr. Markus Gabriel. An einen Gott, der Krankheiten heilt, glaubt der Philosoph und Bestseller-Autor jedoch nicht. Er selbst hat der Kirche schon vor langer Zeit den Rücken gekehrt. Dennoch will der Bonner Universitätsprofessor auch nicht ausschließen, dass es einen Gott gibt. Denn Glauben sieht er als Grundbedürfnis des Menschen.

Siyou Ngnoubamdjum

Portrait von Siyou Ngnoubamdjum (Foto: SWR, SWR - Peter A. Schmidt)
Siyou Ngnoubamdjum SWR - Peter A. Schmidt

Siyou Ngnoubamdjum ist die Tochter eines evangelischen Pfarrers aus Kamerun. Bereits als Kind erlebte die Ulmerin ihren Vater im bunten Talar, predigend und trommelnd in seinen energiegeladenen Gottesdiensten. Ihr afrikanischer Vorname Siyou heißt übersetzt: Gott hat gehört. Und diesem Namen macht die Soul- und Gospelsängerin alle Ehre: „Der Glaube ist ein farbenfrohes Fest, er ist mein innerer Anker und ja, er versetzt auch Berge.“

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