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Wir müssen über Geld reden! Welche Rolle spielt das Geld in unserem Leben? Wie viel Geld brauchen wir? Und wie gerecht ist es verteilt?

Die Gäste bei Michael Steinbrecher:

Michael Hausenblas

Michael Hausenblas (Foto: SWR, Baschi Bender)
Baschi Bender

Schnelle Autos, schicke Yachten, Unabhängigkeit – das war schon früh das Ziel von Michael Hausenblas. Tatsächlich wurde aus dem Schulabbrecher mit Hauptschulabschluss durch viel Ehrgeiz ein Selfmade-Millionär. Ein Weg, der jedem offen steht, davon ist der schwäbische Unternehmer überzeugt: „Ich bin nicht talentierter und nicht besser als die anderen. Ich war immer nur eines – fleißiger.“

Tina Spindler

Tina Spindler (Foto: SWR, Baschi Bender)
Baschi Bender

Schuften bis zum Umfallen und ein Gehalt, das kaum zum Leben reicht – so sieht das Leben bei Tina Spindler aus. Die 47-jährige Vorarbeiterin in einem städtischen Klinikum kämpft als Betriebsrätin gegen diese Ungerechtigkeit, doch eine Lösung scheint nicht in Sicht. „Für mich ist es so, dass ich gucke, wo ich sparen kann. Gegen Ende des Monats wird es immer eng. Das ist eine Situation, die ich als Betroffene als sehr ungerecht und falsch empfinde.“

Prof. Dr. Christoph Butterwegge

Prof. Dr. Christoph Butterwegge (Foto: SWR, Baschi Bender)
Baschi Bender

Als Wissenschaftler beschäftigt sich Prof. Dr. Christoph Butterwegge mit der Frage, wie gerecht das Vermögen bei uns verteilt ist. „Es ist absurd, wenn Menschen, die sich für mehr soziale Gerechtigkeit einsetzen, unterstellt wird, das wären irgendwelche Neidgefühle. Das hat mit Neid nichts zu tun, sondern es ist die Befürchtung, dass die Gesellschaft gespalten wird und Schaden nimmt.“

Stefanie Bremer

Stefanie Bremer (Foto: SWR, Baschi Bender)
Baschi Bender

Stefanie Bremer besitzt als Unternehmenserbin Millionen – ein Reichtum, der für sie Verantwortung bedeutet: „Vermögen und Privileg ist immer Macht. Die Vermögenden sind die, die ganz oben sind und die Möglichkeit haben, für die zu sorgen, denen es nicht so gut geht.“ Gerne würde sie deshalb mehr davon abgeben, doch mit ihrem Ansinnen macht sie sich die junge Millionärin auch in der eigenen Familie nicht nur Freunde.

Ingeborg Maidhof

Ingeborg Maidhof (Foto: SWR, Baschi Bender)
Baschi Bender

Hinter Ingeborg Maidhof liegt ein Leben voller Arbeit – ihren Ruhestand verbringt sie dennoch an der Armutsgrenze. Jede unerwartete Ausgabe, vom kaputten Elektrogerät bis zur Zahnarztrechnung wird für die Münchnerin zum großen Problem. Da sie mit ihrer Rente kaum über die Runden kommt, ist sie auf Hilfsangebote wie kostenloses Mittagessen oder die Tafeln angewiesen – und schämt sich dafür: „Wenn man zur Tafel geht, fühlt man sich wie eine Bettlerin.“

Florian Zimmermann

Florian Zimmermann (Foto: SWR, Baschi Bender)
Baschi Bender

Florian Zimmermann hatte sich innerhalb weniger Jahre in der Veranstaltungsbranche ein florierendes Unternehmen aufgebaut; für 2020 erwartete er einen Gewinn von 1,4 Millionen Euro. Doch durch Corona wurde quasi über Nacht aus dem erwarteten Millionengewinn ein Schuldenberg: „Gehen Sie hin, nehmen sie alles was Ihnen wirklich wichtig und teuer ist, inklusive all ihres Geldes - und zünden sie es an. Setzen Sie sich davor und schauen sie zu, wie langsam alles abbrennt – so würde ich das Gefühl beschreiben.“

Literatur zur Sendung

Prof. Dr. Christoph Butterwegge

Michael Hausenblas

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