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Der einzig wirksame Schutz vor FSME ist eine Impfung. Sie gilt als gut verträglich und wird von den Kassen bezahlt. Im Südwesten Deutschlands wird sie dringend empfohlen.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) rät allen, die in FSME-Risikogebieten wohnen oder Urlaub machen, ihren Impfschutz zu kontrollieren. Im Südwesten empfehlen auch die Gesundheitsbehörden die Impfung dringend. Und auch diejenigen, die in der Vergangenheit schon gegen FSME geimpft wurden, sollten ihren Impfschutz von ihrem Arzt oder ihrer Ärztin überprüfen lassen. Wenn weiterhin ein Ansteckungsrisiko besteht, kann eine Auffrischung des Impfschutzes nötig sein. Geimpft werden kann nur zum Schutz vor FSME, für Borreliose gibt es keinen Impfschutz.

Risikogebiete der FSME in Deutschland

Risikogebiete in Deutschland sind vor allem Baden-Württemberg, Bayern, Süd-Thüringen, der südliche Teil von Sachsen, Teile von Hessen, der Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz und der Saar-Pfalz-Kreis im Saarland.

Karte des Robert Koch Instituts (RKI) zu den FSME-Risikogebieten 2019 in Deutschland (Foto: Robert Koch Institut (RKI))
Karte des Robert Koch Instituts (RKI) zu den FSME-Risikogebieten 2019 in Deutschland Robert Koch Institut (RKI)

Und Vorsicht: Auch in anderen europäischen Ländern tritt die FSME auf, darunter in Österreich, der Schweiz und den baltischen Staaten.

FSME-Hotspots

In der Zwischenzeit hat man herausgefunden, dass es eigentlich sehr kleine Gebiete vergleichbar mit einem oder zwei Fußballfeldern sind, in denen sich die FSME-infizierten Zecken aufhalten. Außerhalb dieses Gebietes sind keine infizierten Zecken zu finden.

Der Infektologe Dr. Johannes Borde von der Uniklinik Freiburg ist einer der Wissenschaftler, die nach diesen sogenannten FSME-Hotspots suchen. Er hat rund um Offenburg zwei FSME-Herde identifiziert. Und einen weiteren auf der anderen Rheinseite, im Elsass.

Es gibt diese besonderen Herde, Naturherde, wo sich tatsächlich der FSME-Virus in den Zecken findet. [...] Es ist absolut davon auszugehen, dass es weitere Herde gibt, weil wir eine konstante Anzahl weiterer Patienten haben, die sich auch in anderen Regionen infiziert haben.“

Dr. Johannes Borde, Infektiologie, Uniklinik Freiburg

Warnschilder als sinnvolle Schutzmaßnahme

Die Franzosen haben auf die neue Gefahr reagiert und Warnschilder aufgestellt. Bei uns gibt es die nicht. Soll sich daran etwas ändern? Wir fragen beim Landesgesundheitsamt in Stuttgart nach.

Eine Spaziergängerin mit Hund passiert ein Warnschild, das auf Zecken-Gefahr aufmerksam macht. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Foto: Erwin Elsner)
In Frankreich wird nicht nur vor Zecken sondern insbesondere vor mit FSME infizierten Zecken gewarnt. Foto: Erwin Elsner


„Also wenn so ein Fokus über viele Jahre konstant ist, ist natürlich eine Information sehr wichtig, dass eben gerade da eben, die Zecken FSME-Viren tragen. Auf der anderen Seite kann man nie sicher sein, ob nicht 500 Meter weiter nicht auch ein Fokus besteht, den man bisher gar nicht kennt.“

Dr. Rainer Oehme, Mikrobiologe, Landesgesundheitsamt Stuttgart

Vielleicht findet man also auch bei uns bald Warnschilder? Noch ist nichts entschieden und bundesweite Schutzmaßnahmen sind nicht in Sicht.

Nur mehrere Impfungen und eine Auffrischung nach drei Jahren schützen zuverlässig

Für den Aufbau des Impfschutzes gegen FSME sind drei Impfungen nötig. Die zweite Impfung erfolgt ein bis drei Monate nach der ersten. Etwa zwei Wochen nach der zweiten Impfung besteht zunächst für einige Monate der Schutz.

Eine Zecke und eine Spritze liegen auf einem Impfpass (Foto: Getty Images, iStockphoto)
Für den Aufbau des Impfschutzes gegen FSME sind drei Impfungen nötig. iStockphoto

Um die Immunisierung abzuschließen, ist eine dritte Impfung nach neun bis zwölf Monaten empfohlen. Der Schutz besteht dann für mindestens drei Jahre.

Was Sie sonst noch über Zecken wissen sollten, finden Sie in unserem Special!

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