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SWR-Wirtschaftsredakteurin Petra Thiele (Foto: Dirk Bannert)

Freiberufler und kleine Firmen können Bundes- und Landeszuschüsse beantragen. Wo gibt es die Formulare? Wann kommt das Geld?

In Baden-Württemberg zahlt die Landesregierung Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten je nach der Anzahl der Mitarbeiter zwischen 9.000 und 30.000 Euro Soforthilfe. Voraussetzung ist, dass sie wegen der Corona-Krise in finanzielle Not geraten sind. Das Antragsformular ist bereits 122.000 Mal ausgefüllt worden.

Abgelehnte Anträge aufgrund Privatvermögen werden nochmal bearbeitet

Selbstständige müssen dabei nicht mehr ihr Privatvermögen anrechnen lassen. Antragsteller müssen nur nachweisen, dass ihre Betriebs-Einnahmen nicht ausreichen, um die Ausgaben zu decken. Dies gilt auch rückwirkend für bereits gestellte Anträge. Diese müssen also nicht nochmal neu gestellt werden. Landwirte können jetzt auch Soforthilfen beantragen.

Doppelte Antragstellungen sind nicht erlaubt

Doppelte Antragsstellung ist nicht erlaubt. Das Bundesprogramm wird die Soforthilfen für Selbstständige und Kleinbetriebe bis 10 Mitarbeiter in Baden-Württemberg ersetzen. Nur das Programm für mittlere Betriebe bis 50 Beschäftigte läuft im Land parallel weiter. Die Grünen fordern außerdem eine Förderung für Betriebe bis zu 250 Mitarbeiter. Auch in Rheinland-Pfalz gibt es jetzt Soforthilfen, Anträge können bei der Investitions- und Strukturbank ISB gestellt werden.

Wie lange dauert es bis das Geld kommt?

Bei den Bundeshilfen über die Investitions- und Strukturbank soll es schnell gehen. Die Bank hat extra nochmal Mitarbeiter aus anderen Bereichen an die Bearbeitung gesetzt. Es wird mit bis zu 140.000 Anträgen gerechnet. SWR-Wirtschaftsredakteur Lutz Heyser hat den Eindruck, dass man sich dort alle mögliche Mühe gibt. Bei den Darlehen ist die Antragsbearbeitung abhängig von der jeweiligen Hausbank, aber auch da will man möglichst schnell sein. Allerdings ist das Prozedere in diesen Fällen auch komplizierter.

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