Vanillekipfeln auf einem Tablett  (Foto: Unsplash/Marc Markstein  )

Vanille im Vergleich

Es muss nicht immer die Schote sein

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Vanillepasten und -extrakte versprechen himmlischen Geschmack. Leider sind einige rausgeschmissenes Geld, fand die Stiftung Warentest heraus. Insgesamt gab sie aber gute Noten.

Bei dem Test ging es vor allem um den Vanillegehalt in den noch recht neuen Vanillepasten, in flüssigen Extrakten, im Vanillezucker und in Vanilleschoten selbst. Das meiste Aroma bringen erwartungsgemäß die Schoten. Danach kommt der Vanillezucker, der zu mehr als sechs Prozent Vanille enthalten muss. Drei Produkte enthalten deutlich mehr: die Vanillezucker von Alnatura, dm und Rewe. Alle in Bio-Qualität. Sie eignen sich laut Stiftung Warentest perfekt zum Backen und sind preiswerter als Vanilleschoten.

Im Extrakt nur 0,3 Prozent Vanille-Anteil, aber auch 13 Prozent

Bei den Vanille-Extrakten gab es nur zwei Produkte, die mit viel Geschmack die Warentester überzeugen konnten: die Extrakte vom Hamburgischen Genusskontor und von Madavanilla. Sie eignen sich, um etwa Vanille-Eis und Cocktails selbst zu machen. Bei den Flüssigkeiten war allerdings der Vanille-Gehalt sehr unterschiedlich hoch: Der Anteil reichte von 0,3 Prozent bis 13 Prozent.

In Pasten nur ein Zwanzigstel einer Schote

Die Vanille-Pasten seien eher rausgeschmissenes Geld, so die Warentester. Vor allem wenn sie versprechen, dass ein Teelöffel geschmacklich einer Vanilleschote entspricht. Denn im Schnitt ist nur ein Zwanzigstel einer Schote drin. Auf dem Löffel landen hauptsächlich Zuckersirup und Verdickungsmittel. Die Paste von Edeka enthält nicht mal ein Prozent Vanille.

Schritt für Schritt - die Herrentorte (Foto: SWR, Corinna Holzer)
Wer das Vanillemark vorsichtig mit einem Messer aus der Schote kratzt, hat das meiste Aroma. Corinna Holzer

Besonders viel Aroma bringen die Vanilleschoten von Lidl und Rapunzel. Die von Rewe schneiden im Test auch gut ab.

Zum Backen reicht Zucker - Schoten sind perfekt für Pannacotta

Zum Backen eignet sich besonders der Vanillezucker. Außerdem ist dieser günstiger als die teuren Schoten. Deren intensive Samen, also das Vanillemark, funktioniert gut für Desserts wie Pannacotta oder Tortencreme. Außerdem macht es Möhren, Garnelen oder Zanderfilets zu außergewöhnlichen Leckerbissen. Und die ausgekratzte Schale aromatisiert Zucker oder kann in Soßen und Suppen mitgekocht werden.

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