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Die Weihnachtsbeleuchtung wird dieses Jahr wohl noch heller als sonst strahlen. Grund dafür scheint der Wunsch nach mehr Gemütlichkeit, in den sonst ja eher tristen Corona-Zeiten.

Zugegeben - Stromsparend war die Weihnachtsbeleuchtung noch nie: Rund siebzehn Milliarden Lämpchen leuchten jedes Jahr in und um die deutschen Haushalte. Eine Flut von blinkenden Lichterketten, Rentieren und Sternen soll für besinnliche Stimmung sorgen, auch in den Fußgängerzonen der Innenstädte.

Corona verändert vieles - auch die Weihnachtsbeleuchtung

Dieses Jahr wird die Weihnachtszeit noch mehr als sonst erstrahlen, weil sich die Menschen in der Corona-Pandemie durch die vielen Lichter Mut machen wollen: Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Ökostromanbieters Lichtblick. Danach werden im Schnitt fünf Lichterketten pro Haushalt an den Fassaden blinken, bundesweit knapp 19 Milliarden Lämpchen - mehr als je zuvor.

Stromverbrauch steigt weiter - trotz immer sparsamerer Lampen

Gisela Liebsch und Gerd Mörl stehen in ihrem weihnachtlich geschmückten Garten. Wohin der Blick auch fällt - überall stehen, liegen, klettern und sitzen Weihnachts- sowie Schneemänner in allen Größen und Materialien. Ein Weihnachtsgarten im Spreewald gibt festliche Stimmung. Das Paar sammelt seit über 20 Jahren hunderte Weihnachts- und Schneemän.. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Patrick Pleul)
Mehrere hundert Lichterketten und Leuchten erhellen dieses Haus im Spreewald zur Weihnachtszeit. picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Patrick Pleul

Damit wird der Stromverbrauch - hochgerechnet zum Vorjahr - wohl nochmals um vier Prozent ansteigen. Dabei geht der Energiebedarf dann voraussichtlich an den Feiertagen so richtig "durch die Decke": Die festliche Illuminierung verbraucht geschätzt 660 Millionen Kilowattstunden an Strom. Das entspricht in etwa dem Jahresverbrauch einer Großstadt wie Duisburg mit rund 500.000 Einwohnern.

Fast 200 Millionen Euro an zusätzlichen Stromkosten

Ein leuchtendes Modell eines Pferdes steht auf dem Schlossplatz vor einem Stuttgart Schriftzug. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Marijan Murat)
Bei der Lichtinstallation "Glanzlichter" werden in Stuttgart bis zum 27. Dezember verschiedene beleuchtete Skulpturen ausgestellt. picture alliance/dpa | Marijan Murat

Doch der Lichterspaß ist nicht nur teuer, er belastet außerdem die Umwelt: Die Folgen der Weihnachtsbeleuchtung schlagen jedenfalls mit bis zu 190 Millionen Euro und rund 390.000 Tonnen Kohlendioxid zu Buche. Und dass, obwohl 80 Prozent der Haushalte, das sind immerhin drei Prozent mehr als im Vorjahr, bei der Weihnachtsbeleuchtung mittlerweile ganz oder zumindest überwiegend auf sparsame LED-Lichterketten setzen.

Wissenschaftler sprechen vom "Rebound"-Effekt

Elena (l-r), Lulu, und Alfred betrachten in der Lichtershow "Christmas at Kew" im Royal Botanic Gardens in Kew den "Wasserfall", der aus vier spiralförmigen Lichtsäulen besteht, die vom Baumwipfelpfad herabfallen.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/PA Wire | Andrew Matthews)
Bei aller berechtigter Umweltkritik an der Weihnachtsbeleuchtung: Kinderaugen bringt sie zum Leuchten. picture alliance/dpa/PA Wire | Andrew Matthews

Doch wenn der Stromverbrauch dank moderner LED-Technologie pro Lichterkette vielleicht niedriger ist, verwenden die Menschen in Summe eben so viel mehr dieser Leuchtmittel, dass die mögliche Stromersparnis dadurch relativiert wird. Fachleute nennen das den "Rebound"-Effekt.

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