STAND
AUTOR/IN

Waschnüsse bieten eine günstige und umweltschonende Alternative zum Waschmittel. Wir zeigen wie man sie anwendet warum sie unsere Wäsche säubern.

Was steckt in der Waschnuss?

Die Nachfrage nach ökologischem und umweltfreundlichem Waschmittel steigt. Waschmittelhersteller arbeiten an nachhaltigen Produkten mit genauso guter Reinigungsleistung ohne chemische Zusätze - doch es geht einfacher. Die Waschnuss soll als Ersatz für herkömmliches Waschmittel dienen mit dem Versprechen, die Umwelt zu schonen. In der Nussschale steckt die waschaktive Substanz Saponin – ein natürliches Tensid:

"Tenside sind grenzflächenaktive Stoffe. Das heißt, sie setzen die Oberflächenspannung von Wasser herab. Sie können somit die Fasern zum Beispiel von Wäsche benetzen und die Waschwirkung mit entfalten."

Waschnüsse werden in Wasser erhitzt und es schäumt. Im warmen Wasser werden die Seifenstoffe aus der Schale gelöst. (Foto: SWR)
Im warmen Wasser entsteht ein seifenartiger, stabiler Schaum

Die Schale soll mit diesen Eigenschaften einige Arten von Seifen ersetzten können und kann daher auch als Shampoo für die Haare benutzt werden.

Rezept für DIY-Waschnuss-Waschmittel

Dafür benötigt man Folgendes:
8 halbe Waschnuss-Schalen
1 Säckchen

Die Schalen werden im Säckchen zur Wäsche in die Waschmaschinen-Trommel gegeben. Das selfmade Waschmittel eignet sich für Buntwäsche bei 30-90 Grad. Die Waschnüsse sollten nicht beim Waschen von Weißwäsche verwendet werden – im Naturprodukt fehlt die Bleiche.

Die Tenside werden durch das warme Wasser beim Waschen aus der Schale gelöst. Somit können Flecken aus der Kleidung entfernt werden.

Rezept für DIY-Waschnuss-Shampoo

Dafür braucht man:
1 Handvoll Waschnüsse
300 ml Wasser
1 Pürierstab
1 Flasche

Die Waschnüsse werden für 10 Minuten in Wasser gekocht. Danach werden die Nussschalen abgesiebt. Der Waschnuss-Sud wird mit einem Pürierstab aufgeschäumt – so lässt sich das Shampoo später besser auf dem Haar verteilen. Danach das Ganze in ein geeignetes Gefäß umfüllen.

Beim Auftragen schäumt das selbst gemachte Shampoo zwar nicht. Dafür macht es die Haare weich und leicht kämmbar – kann also auch den Conditioner ersetzen. Das Shampoo hält sich durch den Koch-Vorgang für einige Tage. Für wie viele Haarwaschgänge die Eigenkreation reicht, variiert nach Haarlänge und wie viel man in einer Haarwäsche verwendet.

Mehr dazu

Natürliche Putzmittel Sauberkeit: Die Kraft der Orangenschale

Orangenschalen lassen ohne Gewalt Luftballons platzen. Verantwortlich ist das Orangenöl. Das kann man sich beim Putzen zunutze machen – und einen wunderbaren Haushaltsreiniger daraus herstellen.  mehr...

Marktcheck SWR Fernsehen

Mythen im Haushalt Wo Backpulver beim Putzen Wunder wirkt – und wo nicht

Backpulver gilt als preiswertes Wundermittel zur Reinigung im Haushalt. Doch es funktioniert nicht überall toll. Das hängt von der Oberfläche ab. Wir haben Tipps und Alternativen.  mehr...

Handpflege Richtig Händewaschen: Tipps von der Dermatologin Yael Adler

Mehrmals am Tag Hände zu waschen und desinfizieren hilft zwar vor Ansteckungen mit Corona zu schützen, aber für die Hände eine Belastung. Auf was man achten sollte, errät die Dermatologin und Autorin Yael Adler.  mehr...

STAND
AUTOR/IN