Warenkunde Reis Viel mehr als nur eine Sättigungsbeilage

Ob Rundkornreis, Mittelkornreis oder Langkornreis - welcher Reis eignet sich wofür und welcher ist am gesündesten? Und wie wird er richtig zubereitet.

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Woran erkennt man guten Reis?

Guter Reis duftet wie frisches Getreide, sagt Fernsehkoch Tarik Rose. Riecht er säuerlich oder muffig, handelt es sich vermutlich um eine schlechte Qualität.

Wie bereitet man Reis richtig zu?

Reis wird in Salzwasser zubereitet. Die häufigsten Methoden sind:

  • Kochen: Der Reis wird wie Nudeln in reichlich Salzwasser gekocht und dann abgegossen. Beim Abgießen gehen jedoch viele gesunde Inhaltsstoffe verloren.
  • Quellen: Den Reis kocht man mit höchstens der doppelten Menge Salzwasser kurz auf und schaltet den Herd dann auf die kleinste Stufe. Der Reis nimmt das Wasser langsam auf und quillt dadurch auf. So bleiben die meisten Inhaltsstoffe erhalten.

Was kann welche Reissorte?

So groß sind die Unterschiede beim Reis

Reissorten (Foto: SWR, SWR -)
Marktcheck erklärt die Unterschiede Zwischen Rundkorn-, Mittelkorn- und Langkornreis. Für welche Gerichte eignen sie sich? SWR - Bild in Detailansicht öffnen
Rundkornreis ist höchstens 5,2 Millimeter lang, Mittelkornreis höchstens 6 Millimeter, Langkornreis misst mindestens 6 Millimeter SWR - Bild in Detailansicht öffnen
Rundkornreis gibt beim Kochen viel Stärke ab und saugt viel Flüssigkeit auf. Daher eignet er sich besonders gut für Milchreis. Der brennt im Topf nicht an, wenn man … SWR - Bild in Detailansicht öffnen
… den Reis mit der dreifachen Menge Milch auf dem Herd anrührt und anschließend mit Deckel bei 100 Grad im Ofen ziehen lässt - Empfehlung von Fernsehkoch Tarik Rose. SWR - Bild in Detailansicht öffnen
Mittelkornreis ist gibt ebenfalls viel Stärke ab, behält aber einen bissfesten Kern. Er ist daher perfekt geeignet für … SWR - Bild in Detailansicht öffnen
... italienisches Risotto SWR - Bild in Detailansicht öffnen
Langkornreis gibt es in drei Verarbeitungsstufen. SWR - Bild in Detailansicht öffnen
Naturreis ist vergleichbar mit Vollkorngetreide. Die Silberhaut und der Keimling sind noch enthalten. Naturreis enthält viele Vitamine und Mineralstoffe. SWR - Bild in Detailansicht öffnen
Am stärksten verarbeitet ist weißer Reis. Er ist geschält und poliert und enthält fast nur noch Stärke und Eiweiß, ähnlich wie weißes Mehl. SWR - Bild in Detailansicht öffnen
Im Supermarkt findet man besonders häufig sogenannten Parboiled Reis. Die Körner werden dafür … SWR - Bild in Detailansicht öffnen
… kurz angekocht und die Nährstoffe unter der Silberhaut ins Innere des Korns gepresst. SWR - Bild in Detailansicht öffnen
Dann wird die Kornoberfläche mit Unterdruck versiegelt. So bleiben die Nährstoffe im Reis und beim Kochen entweicht keine Stärke. SWR - Bild in Detailansicht öffnen

Welche Unterschiede gibt es beim Langkornreis?

Beim Kochen von Langkornreis sind die unterschiedlichen Garzeiten zu beachten. Und jeder Langkornreis eignet sich für andere Gerichte:

  • Naturreis braucht rund 30 Minuten zum Kochen. Er bleibt körnig und schmeckt nussig.
  • Parboiled Reis kocht man rund 20 Minuten. Er ist besonders locker und körnig, weil beim Kochen keine Stärke entweicht.
  • Weißer Reis hat mit rund zehn Minuten die kürzeste Garzeit. Er wird nicht so klebrig, wenn man ihn vor dem Kochen wäscht. Weißer Reis nimmt Soße am besten auf. Zum weißen Reis gehören auch Thai- und Basmatireis, die einen intensiven Duft und aromatischen Geschmack haben.

Wie groß ist die Gefahr durch Arsen im Reis?

Wir haben verschiedene Reissorten im Labor untersuchen lassen, die Ergebnisse finden Sie in unserem Beitrag „Ist Reis besser als Nudeln oder Kartoffeln?“ . Dort gehen wir auch ausführlich auf den Apekt Arsen in Reis ein.

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