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Wasser- und Zuckermelonen sind erfrischend und süß. Doch welche Nährstoffe enthalten sie? Wie erkennt man ihre Reife? Und wie lassen sie sich abwechslungsreich zubereiten?

Melonen werden allgemein in zwei Gruppen unterteilt: In die Zucker- und die Wassermelonen. Wassermelonen gibt es in den unterschiedlichsten Formen und Farben - mit rotem und mit gelbem Fruchtfleisch. Ihr Name verspricht nicht zu viel, mit 95 Prozent Wasser ist sie ein richtiger Durstlöscher und hat sehr wenige Kalorien.

Gelbe und rote Wassermelonen (Foto: SWR, SWR -)
SWR -

"Die Wassermelone ist eine wahre Nährwertbombe", sagt Ernährungswissenschaftlerin Brigitte Bäuerlein. Die Kürbisfrucht enthalte beispielsweise eine Aminosäure, die blutdrucksenkend wirke, und den Farbstoff Lycopin, der positiv für das Immunsystem sei. "Und darüber hinaus ist die Wassermelone auch noch entwässernd", so die Expertin.

Dabei sind in den Kleinen die Vitamine und Nährstoffe konzentrierter vorhanden, weil der Wassergehalt wesentlich geringer ist.

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Besonders gesund: Die Kerne

Die Kerne der Wassermelone isst kaum jemand mit. Schade eigentlich, findet Brigitte Bäuerlein: "Gerade die Kerne der Melone, das sind wirklich kleine Kraftpakete, die enthalten nämlich sehr gute Eiweiße und Fette. Also gerne mitessen und auch richtig zerkauen."

Tipp: Wem die Kerne dann doch etwas zu bitter sind, der kann sie trocknen lassen und anschließend in der Pfanne rösten und etwas salzen. So machen sie sich zum Beispiel gut auf einem Salat.

Woran erkenne ich eine gute Wassermelone?

"Wenn ich eine Wassermelone auswähle, dann sollte ich gucken, dass ich schöne reife Früchte bekomme, die reifen nämlich nicht mehr zu Hause nach", sagt die Ökotrophologin. Um wirklich reife Früchte im Laden zu erkennen, gibt es den Klopftest.

"Ich klopfe und höre einen dumpfen, dunklen Ton. Dann ist die optimal. Wenn sie etwas metallisch hell klingt, lieber Finger weglassen, dann ist sie schon überreif"

Ernährungswissenschaftlerin Brigitte Bäuerlein

Tipp: Haben Melonen irgendwo einen gelben Fleck spricht das dafür, dass die Melone auf dem Feld reifen konnte statt unreif geerntet zu werden. Der gelbe Fleck ist die Auflagefläche.

Zuckermelonen

Bei den Zuckermelonen ist allerdings nicht das Ohr, sondern vor allem die Nase gefragt. Wenn die Frucht aromatisch riecht, ist sie reif und schmeckt auch gut. Wenn sie etwas säuerlich riecht, lässt man sie dagegen besser liegen.

Ein weiteres Indiz ist das Gewicht. Bei gleicher Größe sind reife Melonen im Vergleich wesentlich schwerer, als unreife.

Beta-Carotine für schöne Haut

Zuckermelonen enthalten fast doppelt so viele Kalorien wie Wassermelonen. Schuld daran ist der hohe Fruchtzuckeranteil. Gesund sind sie trotzdem, erklärt die Ökotrophologin:

"Die Zuckermelonen enthalten Beta-Carotine, das sind Vorstufen von Vitamin A und die sorgen dafür, dass wir gut sehen und das unsere Haut schön bleibt."

Ernährungswissenschaftlerin Brigitte Bäuerlein

Während die Samenkerne in der Wassermelone verteilt sind, konzentrieren sie sich bei Zuckermelonen in der Mitte der Frucht. Aber auch hier gilt: mitessen ist gesund!

Charentais: Die süßestes Melone

Die französische Zuckermelone Charentais ist die süßeste unter den Melonen. Ihr orangefarbenes, intensives und aromatisches Fruchtfleisch ist besonders fein und weich.

Seltene Sorte: Pepino

Die Melonenbirne oder Pepino gehört zu den Sorten, die selten angeboten werden. Pepino heißt auf spanisch Gurke - und genauso schmeckt sie auch, zudem kann die Schale mitgegessen werden. Botanisch ist die Pepino eigentlich keine Melone, erklärt Brigitte Bäuerlein, sie werde nur hierzulande als solche verkauft: "Die Pepino gehört eher zu den Nachtschattengewächsen, ist also eigentlich mit Tomate und Kartoffel verwandt."

Rezept: Südamerikanischer Melonensalat

Melonen eignen sich auch hervorragend für Salate und Drinks: Anstatt sie nur pur zu essen, kann man die verschiedenen Sorten beispielsweise mit salzigem Käse kombinieren. In der einfachsten Variante kann man die Melone würfeln, Schafskäse dazugeben und nach Belieben würzen! Fertig ist ein erfrischender, leichter Sommersalat!

Etwas ausgefeilter ist das südamerikanisch angehauchte Arrangement von Wassermelone, Ziegenfrischkäse und eingelegten Gurken von Sebastian Koutek:

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Und zur Abrundung gibt es noch ein erfrischenden Sommer-Cocktail dazu:

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