Ein Mann geht im letzten Tageslicht an einem Waldrand spazieren.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Patrick Pleul)

Digitale Freizeithelfer

Wie gut sind Wander- und Radfahr-Apps?

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Wenn auch sonst nicht viel geht an Freizeitbeschäftigungen derzeit: Wandern, Spazieren oder Radfahren gehen immer noch. Wir verraten, welche Dienste und Apps dabei hilfreich sind.

Geht Wandern oder Radfahren auch mit "normalem" Google Maps und Co?

Das wird mit solchen Standard-Navigations-Programmen tatsächlich schwierig. Denn diese Programme funktionieren fehlerfrei und gut nur dort, wo sie auch eine Netzverbindung haben. Das aber ist beim Wandern oder Radfahren in der Natur leider oft nicht der Fall. Da gibt es mitten in Deutschland immer noch zu viele Funklöcher. Und im Offline-Modus haben normale Navigations-Programme eben Schwächen, zeigen mir eine falsche Position oder Richtung an und erkennen oft auch gar keine Wanderwege.

(Foto: dpa BildfunkCopyright) (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Wer im unbekannten Wald unterwegs ist, braucht eine gute Karte, oder eine funktionierende App. Picture Alliance

Welche Wander- oder Radfahr-Apps sind empfehlenswert?

Am bekanntesten und verbreitetsten ist sicherlich die App von Komoot. Sie bietet aus meiner Sicht tatsächlich das beste Angebot, unterstützt mich beim Wandern oder Joggen mit viele Tourenvorschläge und Karten. Und sie hat aber auch jede Menge Tipps und Touren fürs Radfahren parat. Allerdings ist die Komoot-App manchen eben auch ein bisschen zu aufdringlich. Sie basiert auf dem Mitmach-Gedanken, und deswegen wird man schon recht penetrant dazu aufgefordert, eigene Touren und Bilder auch zu teilen und zu veröffentlichen. Das ist sicherlich nicht jedermanns Fall. Zurückhaltender sind da etwa die Wander-Apps von Maps 3D Pro, Outdooractive oder auch von Bergfex. Wobei sich letztere, der Name verrät es schon, eben vor allem an Bergwanderer richtet.

Wie zuverlässig sind solche Apps, wenn es keinen Empfang gibt?

Dazu sind solche Apps erdacht und gemacht. Sie sollen also ganz ohne Netz, nur mit GPS, funktionieren. Dazu nutzen sie Offline-Karten, die man zuvor runtergeladen haben muss. Dann aber funktionieren sie tatsächlich sehr gut und komfortabel. Und lotsen mich sicher auch durch für mich bislang unbekanntes Terrain.

Ein Zusatzakku oder eine Powerbank fürs Handy mitzunehmen ist allerdings immer sinnvoll, denn die Wander-Apps verbrauchen viel Strom. Auch eine gedruckte Wanderkarte und einen echten Kompass dabei zu haben, ist gerade bei längeren Touren daher sicher nicht verkehrt.

Wie teuer sind brauchbare Wander- und Radfahr-Apps?

Bei Komoot ist die Basis-Version tatsächlich kostenlos. Aber eben auch nur für „meine Region“, also einen kleineren Kartenausschnitt. Als Vollversion „Ganze Welt“ kostet die App einmalig etwa 30 Euro. Andere, wie Bergfex etwa, sind günstiger, kosten nur knapp 4 Euro. Allerdings Jahr für Jahr, also als Abo. Mein Tipp wäre es aber eh, erst einmal die kostenlosen Testversionen von verschiedenen Anbietern auszuprobieren, zu schauen, welche einem am besten gefällt und sich erst dann zu entscheiden, welche man kauft oder abonniert.

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