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Als Vorwerk 2019 ein neues Thermomix-Modell ankündigte, waren Kunden, die kurz zuvor das Vorgängermodell gekauft hatten, schockiert. Hätte Vorwerk sie warnen müssen?

Thermomix-Kundin aus Kaiserslautern klagte gegen Vorwerk

Eine Vorwerk-Kundin aus Kaiserslautern zog vor Gericht. Denn nur sieben Wochen nachdem sie das Luxus-Küchengerät in der Version TM5 gekauft hatte, brachte Vorwerk die Version TM6 auf den Markt. Die Kundin wollte das neue Modell haben und das alte zurückgeben. In erster Instanz hatte das Amtsgericht Wuppertal ihre Forderung nach einer sogenannten Rückabwicklung des Kaufvertrages für das mehr als 1.000 Euro teure Küchengerät abgewiesen.

Hersteller müssen Geräte nicht als Auslaufmodelle bezeichnen

Das Landgericht Wuppertal bestätigte die Entscheidung des Amtsgerichts: Der Vorsitzende Richter Stefan Istel betonte in seiner Urteilsbegründung, der Hausgerätehersteller habe ein berechtigtes Interesse gehabt, die aktuelle Produktion noch abzusetzen, ohne Hinweise auf den künftigen Produktwechsel zu geben. Selbst wenn das neue Gerät schon in den Startlöchern gestanden habe, gebe es keine Pflicht, die Vorgängermodelle als Auslaufmodell zu bezeichnen.

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Neues Küchengerät hat zusätzliche Funktionen

Die Klägerin hatte dagegen argumentiert, beim Handel mit Elektrogroßgeräten wäre es normal, dass Kunden über einen Modellwechsel informiert werden. Vorwerk hatte das neue Thermomix-Modell TM 6 im Frühjahr 2019 eingeführt. Es unterscheidet sich vom Vorgängermodell durch mehrere zusätzliche Funktionen wie das Sous-Vide-Garen, Fermentieren und die Möglichkeit zum Braten.

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