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Muss ich als Arbeitnehmer bei einem Sturmtief oder sonstigen Unwetter zur Arbeit oder kann ich wegen „höherer Gewalt“ zu Hause bleiben?

Das Sturmtief Sabine fegt über Deutschland und sorgt für Chaos zum Beispiel im Bahn- oder Flugverkehr. Aber muss ich als Arbeitnehmer bei so einem Wetter zur Arbeit oder kann ich wegen „höherer Gewalt“ zu Hause bleiben?

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Arbeitnehmer trägt das „Wegerisiko“

Grundsätzlich gilt, dass jeder Arbeitnehmer selbst dafür verantwortlich ist, rechtzeitig zur Arbeit zu erscheinen. Er trägt also das sogenannte „Wegerisiko“.

Wenn ich mit der Bahn zur Arbeit fahre und diese zu spät kommt oder ausfällt, dann muss ich im Zweifel trotzdem irgendwie zur Arbeit kommen und die Verspätung eventuell ausgleichen. Beim Auto gilt das gleiche, ein Stau oder Behinderungen durch Gegenstände auf der Fahrbahn sind mein Problem als Arbeitnehmer.

Aus rechtlicher Perspektive gilt auch bei Unwetter: „ohne Arbeit kein Lohn“.

Ausnahme: Amtliche Warnung, das Haus zu verlassen

Ausnahmen gibt es nur dann, wenn aus meteorologischer Sicht ausdrücklich davor gewarnt wird, das Haus zu verlassen. Das wäre dann eine sogenannte „begründete Arbeitsverhinderung“.

Aktuell gibt es von Seiten des Deutschen Wetterdienstes keine solche Warnung, deshalb sollten Arbeitnehmer auch auf jeden Fall zuerst mit ihrem Arbeitgeber sprechen, bevor sie einfach zu Hause bleiben.

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