Auf Tellern liegen zu Gruselkürbissen dekorierte Mandarinen und Hotdogs, die wie abgeschlagene Finger aussehen (Foto: Colourbox, nito)

Weichmacher, Nitrosamine, Aktivkohle

Von diesen Halloween-Food-Hacks sollte man die Finger lassen

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AUTOR/IN
Stefanie Peyk
ONLINEFASSUNG
Michael Herr

Halloween ist Hochsaison für Grusel-Snacks: Im Internet kursieren viele Anleitungen für schauriges Party Food. Doch einige dieser Food-Hacks sind gesundheitlich nicht unbedenklich.

Was wäre eine Halloween-Party ohne Süßigkeiten und Grusel-Gerichte. An diesem Wochenende verwandeln sich in vielen Wohnungen Hotdogs mittels Ketchup zu abgeschlagenen Fingern, aus Schokopudding werden – dank eingesteckter Kekse – süße Grabmäler. Im Netz kursieren jede Menge Food-Hacks: Videos und Rezepte mit Tipps, was sich aus Lebensmitteln alles zu Halloween zaubern lässt.

Aber Vorsicht: Viele von ihnen haben auch mögliche Nebenwirkungen für die Gesundheit, die zum Gruseln sind.

Grusel-Food-Hack Nummer 1: Die essbare Schokoladenschale

Luftballon aufblasen, in heiße Schokolade tauchen, abkühlen, Luftballon platzen lassen – fertig ist Food Hack Nummer 1, zum Beispiel für Eis oder Obstsalat. Der Haken: Luftballons können potenziell krebserregende Nitrosamine enthalten – und die können auch in die Schokolade übergehen, warnt die Verbraucherzentrale Bremen. Mögliches Ergebnis: eine Schoko-Schale des Grauens.

Grusel-Food-Hack Nummer 2: Die Monsterhand

Einweghandschuh mit gewürztem Hackfleisch füllen, zubinden, den Handschuh für rund 20 Minuten in kochendes Wasser legen, Handschuh aufschneiden, anschließend die Hackfleisch-Hand von beiden Seiten grillen. Fingerfood im Wortsinn und schön gruselig – genauso wie die Gratis-Zutat: Weichmacher. Einweghandschuhe aus Vinyl sind mitunter voll davon. Diese Weichmacher können auch im Hackfleisch landen. Die Verbraucherschützer warnen davor, denn die Stoffe können eine hormonähnliche Wirkung haben.

Grusel-Food-Hack Nummer 3: Schwarze Horror-Limo

Dafür braucht man Wasser, Zitronensaft, Agavennektar und – Aktivkohle. Die färbt die Limo tatsächlich schön schwarz. Ärzte setzen Aktivkohle bei Durchfall ein oder um Gifte zu binden. Die Verbraucherschützer finden aber auch hier ein Haar in der Limo: Die Aktivkohle kann auch Mineralstoffe und Vitamine binden und – wirklich problematisch – die Wirkstoffe von Medikamenten.

Der (unbedenkliche) Grusel-Food-Hack Nummer 4: Saftbar als Blutbank

Aber es geht auch ganz natürlich und gesundheitlich unbedenklich: Cranberry-, Kirsch- oder Blutorangensaft färbt Getränke schön rot. Wenn es schaurig dunkel sein soll, dann schwarzen Johannisbeersaft oder Brombeersaft nehmen – süßes Blut für alle Halloween-Vampire.

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