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Das neue Jahr bringt das Preisgefüge an den Tankstellen durcheinander: E10 kostet vielerorts inzwischen oft genau so viel wie Super. Wie kann man trotzdem beim Tanken sparen?

Wann ist Sprit am billigsten?

15.11.2019, Mecklenburg-Vorpommern, Neubrandenburg: An einer wegen Bauarbeiten geschlossenen Tankstelle werden für alle Treibstoffarten Literpreise von 9,99 Euro angezeigt  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa)
9,99 € für den Liter Sprit?! Soweit sind wir noch nicht. picture alliance/Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Vormittags, nachmittags und abends vor 22:00 Uhr macht Tanken für Sparfüchse am meisten Sinn. Denn dann sind die Spritpreise im Tagesvergleich in der Regel am niedrigsten. Zwischen 10 und 12 Uhr, zwischen 15 und 17 Uhr sowie zwischen 18 und 19 Uhr lohnt sich Tanken am ehesten. Das haben verschiedene Preisvergleichsportale und Autofahrverbände, wie der ADAC, ermittelt. Fünf bis sieben Cent Ersparnis pro Liter sind drin.

Wer hingegen morgens kurz vor der Arbeit noch schnell tanken fährt, zapft meist den höchsten Spritpreis im gesamten Tagesvergleich. Frühaufsteher zahlen beim Tanken also am meisten. Mittags und auch nach dem Feierabendverkehr ab 19 Uhr steigen die Preise wieder.

Generell gilt: Wenn viele Menschen mit dem Auto unterwegs sind, steigt die Nachfrage nach Benzin und Diesel an den Tankstellen und der Preis steigt. Und nachts gehen die Tankstellen-Betreiber anscheinend davon aus, dass jeder, der jetzt noch tankt, den Kraftstoff so dringend braucht, dass er deshalb einen höheren Preis akzeptiert.

Das gilt übrigens auch für Autobahn-Tankstellen: Wer hier tankt, zahlt immer mehr, egal zu welcher Tageszeit.

An welchen Wochentagen lohnt sich Tanken besonders?

An einer Tankstelle in Dresden steckt am 22.02.2012 ein Zapfstutzen einer Zapfsäule im Tank eines Autos. (Foto: dpa Bildfunk, dpa-Zentralbild)
Der Kraftstoff E10 ist vielerorts plötzlich so teuer wie Super. dpa-Zentralbild

An keinem wirklich. Die alte Regel vom "billig Tanken am Sonntagabend", am besten nach der Tagesschau, hat jedenfalls längst ihre Gültigkeit verloren. Das beobachtet etwa der ADAC: Tanken ist heute an jedem Tag gleich teuer geworden. Dafür gibt es aber auch eine gute Nachricht. Die Spritpreise steigen in den Ferienzeiten längst nicht mehr so stark an wie früher.

Die Preis-Schwankungen vor Feiertagen und Ferien seien mittlerweile jedenfalls fast vollständig von den Schwankungen im Tagesgeschäft abgelöst worden, heißt es. Sparen kann (und muss) man als Autofahrer also beim Tanken inzwischen Tag für Tag.

Lohnt sich Spritpreise vergleichen per App?

Eine App zeigt am 12.09.2013 auf einem iPad in Berlin verschiedene Benzinpreise an. Mithilfe von Apps können die Verbraucher die Benzinpreise in Echtzeit vergleichen.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa/ Fotograf:Ole Spata)
Mit einer Tank-App kann man bei jedem Tankvorgang bares Geld sparen. picture alliance / dpa/ Fotograf:Ole Spata

In jedem Fall. Viele Autofahrer vergleichen die Spritpreis-Veränderungen an den Zapfsäulen inzwischen über ihr Handy. Über Apps wie etwa clever-tanken oder Bertha, und spezielle Übersichtsportale im Netz kann man sich schnell einen Überblick verschaffen, an welcher Tankstelle in der Umgebung es gerade am günstigsten ist. Und so lässt sich sparen. Das kriegen übrigens auch die Tankstellen-Betreiber mit. Die merken, dass weniger Kunden kommen, wenn die Preise höher sind - und passen sie dann wieder an.

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