Ein veganer Burger liegt auf einem Teller. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Andreas Arnold)

Test fleischloser Burger

Stiftung Warentest: 9 von 18 fleischlosen Burgern sind gut

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Stiftung Warentest hat 18 fleischlose Burger getestet – der Großteil davon war nicht nur vegetarisch, sondern vegan. Das Testergebnis fällt sehr unterschiedlich aus.

Die Bewertung der Stiftung Warentest in Schulnoten: Es gab neun Mal ein "gut“, acht Mal ein „befriedigend“ und ein Mal ein "mangelhaft“. Die schlechteste Bewertung bekam der vegetarische Burger von Iglo – er war sowohl mit verschiedenen Schadstoffen belastet und beim Geschmack durchgefallen.

Stiftung Warentest fand Schadstoffe in mehreren fleischlosen Burgern

Probleme mit Schadstoffen gab es auch bei vier weiteren Veggie-Patties, etwa von Alnatura oder Rügenwalder Mühle. In dem Punkt führte das zur Note "ausreichend“ – da die restlichen Kriterien aber in Ordnung waren, gab es insgesamt noch ein "befriedigend“.

Die Note "eins" gab es im Test nicht – wobei Testsieger „Beyond Meat“ mit einer Bewertung von 1,8 nur knapp dran vorbeischrammt.

Ein guter Veggie-Burger muss nicht unbedingt nach Fleisch schmecken

Das wichtigste Kriterium bei der Beurteilung eines Burgers war mit einer Gewichtung von 40 Prozent an der Gesamtnote der Geschmack. Das bedeutet nicht, dass der Fleischersatz nach Fleisch schmecken muss. Die meisten Burger schaffen das nicht - mit Ausnahme von Beyond Meat.

Stattdessen ist wichtiger, dass der Burger lecker schmeckt und sich auch im Mund gut anfühlt. Außerdem relevant: Dass er gut riecht und gut aussieht. Darüber hinaus spielt für die Note auch die ernährungsphysiologische Qualität eine Rolle. Hat der Burger zu viel Salz, zu viel Fett – und was sind das überhaupt für Fette? Gesättigte schlagen negativ zu Buche – bei ungesättigten hingegen ist auch ein höherer Fettgehalt kein großes Problem.

Ein Pulled Banana Burger aus Bananenschalen. (Foto: SWR)
Nicht im Test aber auch vegan: Pulled Banana Burger aus Bananenschalen.

Fleischlose Burger werden aus Soja, Erbsen oder Bohnen hergestellt

Die Grundlage der Veggie-Burger ist unterschiedlich: Das kann Soja sein, es gibt aber auch Burger auf der Basis von Erbsen oder Schwarzen Bohnen – all diese Rohstoffe sind eiweißreich. Seitan wiederum besteht aus Weizeneiweiß und hat den Vorteil, dass es sich gut würzen lässt.

Seit einiger Zeit ist auch Jackfruit beliebt. Sie ist sehr kalorienarm, dafür aber reich an Ballaststoffen und wenn man sie unreif erntet, hat sie etwas fleischartiges, das Gulasch ähnelt. Und dann gibt es noch die Burger auf Milchbasis: Mit Hilfe der Proteine darin bekommt man er eine fleischartige Struktur. Solche Burger eignen sich aber nicht für Leute, die keine Milch vertragen und sind auch nichts für Veganer.

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