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Der Deutsche Ethikrat fordert einen verantwortlicheren Umgang mit Nutztieren. SWR-Umweltexperte Werner Eckert meint, das scheitert bisher an der ungeklärten Finanzierung.

Mehr Tierwohl ist machbar – aber das kostet. Die so genannte Borchert-Kommission des Landwirtschaftsministeriums hat vor kurzem ausgerechnet, dass 3,6 Mrd. Euro fällig wären, damit die Bauern ihre Ställe auf einen mittleren Stand bringen könnten. Da reden wir noch nicht von den Kuschelbedingungen, die sich viele Verbraucher in Umfragen wünschen und auch noch nicht von einem weitgehenden Umbau von der Zucht bis zur Schlachtung, wie die Ethikkommission ihn für nötig hält.

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Die Ethiker sagen aber auch: Wenn die Gesellschaft das will, muss sie auch dafür zahlen. Damit darf man die Bauern nicht allein lassen.

Es gibt bereits Fleisch mit Tierwohl-Siegel - aber nur selten

Denn so lange die im Wettbewerb stehen mit Konkurrenten aus aller Welt, die zu Lasten von Tieren und Umwelt billiger produzieren können, haben sie keine Chance. Es ist eben nicht so wie beim Daimler. Für Autos und andere technische Produkte aus Deutschland sind die Verbraucher bereit mehr zu zahlen – weil sie von einer besseren Qualität ausgehen. Bei Nahrungsmitteln aber sind sie dazu nicht bereit. Das zeigt sich immer wieder an der Ladenkasse. Es gibt ja Fleisch mit Tierwohl-Siegel, oder von Neuland und den Bioverbänden. Der Marktanteil ist allerdings gering.

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Also muss das Geld sonst woher kommen. Die Borchert-Kommission hat einen Aufschlag von 40 Cent je Kilo Fleisch und 15 Cent pro Kilo Käse z.B. vorgeschlagen. Auf alle Waren – auch die importierten. Damit kämen die 3,6 Milliarden für den Anfang zusammen. Das sind vergleichsweise geringe Beträge.

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