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Elf Wochen in Folge waren die Kraftstoffpreise Woche um Woche gefallen, eine Folge der Corona-Krise. Doch jetzt ziehen die Preise pro Liter Diesel und Benzin wieder an.

Die aktuelle ADAC-Wochenübersicht zur Entwicklung der Kraftstoffpreise zeigt: Der Liter Super E10 kostete im Bundesmittel in der vergangenen Woche 1,166 Euro, das sind 3,3 Cent mehr als in der Woche davor. Der Liter Diesel lag nach aktuellen Zahlen zuletzt bei 1,049 Euro - gut ein Cent mehr.

Wenn der Ölpreis steigt, werden Benzin und Diesel teurer

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Die leicht anziehenden Preise gehen darauf zurück, dass der Rohöl-Preis wieder angezogen hat. Trotzdem betont Andreas Hölzel vom ADAC, dass das Preisniveau weiterhin günstig sei. Er sieht nicht, dass die Preise in naher Zukunft stark steigen werden.

Mittel- und langfristige Kraftstoffpreise sind schwierig vorherzusagen  


Autofahrer sollten auch in naher Zukunft für vergleichsweise wenig Geld Tanken können. Allerdings sind Kraftstoffpreise generell schwierig vorherzusagen. Sie hängen nicht allein vom Rohöl-Preis ab, sondern von vielen weiteren Faktoren wie den aktuellen Förderbedingungen, den Lagerbeständen und den Produktionskosten für Kraftstoffe. Preise für Benzin und Diesel hängen nicht zuletzt aber auch von den Mineralölkonzernen ab, der Wettbewerbssituation zwischen Tankstellen und Steuern.

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Tipp vom ADAC: Abends zwischen 18 und 22 Uhr tanken

Aber auch wenn die Kraftstoffpreise derzeit günstig sind wie selten: Es gibt große Preisschwankungen – sowohl innerhalb eines Tages an derselben Tankstelle, um bis zu zehn Cent, als auch zwischen verschiedenen Tankstellen in derselben Stadt – hier kann der Preis um bis zu 20 Cent pro Liter  abweichen. Das geht auch aus dem aktuellen Jahresbericht der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe der Bundesnetzagentur hervor.

Autofahrer sollten Preise vergleichen – zum Beispiel über eine kostenlose App. Der ADAC geht davon aus, dass die Kunden so auch selbst die Preise drücken können - indem sie nur günstige Tankstellen anfahren.

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