Viele Deutsche machen gerne an den Stränden in Spanien Urlaub. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/SOPA Images via ZUMA Wire | Jesus Merida)

Corona: Spanien ist Risikogebiet

Das gilt jetzt für den Spanien-Urlaub

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Tamara Land

Das Robert Koch-Institut hat ganz Spanien als Corona-Risikogebiet eingestuft. Wir klären auf, was Urlauber jetzt für ihre Reise beachten müssen.

Da die Corona-Infektionszahlen in Spanien in den vergangenen Wochen wieder gestiegen sind, hat das Robert-Koch-Institut (RKI) das gesamte Land ab Sonntag, 11. Juli, als Risikogebiet eingestuft. Bislang galten bereits einzelnen Regionen wie zum Beispiel Andalusien, Katalonien oder La Rioja als Risikogebiete. Mit der Einstufung als Risikogebiet gibt es für Urlauber einige Änderungen. Zudem gilt Zypern als neues Hochinzidenzgebiet, dort gibt es ein besonders hohes Infektionsrisiko.

Der Spanien-Urlaub kann nicht automatisch kostenlos storniert werden

"Entscheidend bei der Stornierung des Spanien-Urlaubs ist die Frage, ob es sich um unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände handelt", erklärt SWR-Reiseexpertin Tamara Land. In dem Fall können Pauschalreisen laut Gesetz kostenlos storniert werden. Allerdings seien "unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände" Auslegungssache. Zwar sei die Corona-Lage unvermeidbar, doch ob sie nach anderthalb Jahren auch außergewöhnlich ist, lasse sich nicht so einfach beantworten.

"Reiseveranstalter können zu Recht sagen: Mit so einem Ausbruch muss man rechnen", so Land. Bis vor Kurzem hatten es Urlauber noch einfacher, da das Auswärtige Amt grundsätzlich vor Reisen in Risikogebiete gewarnt hatte und Reiseveranstalter dies in der Regel als "außergewöhnlichen Umstand" akzeptierten. Oft sagten die Veranstalter die Reise dann selbst ab oder boten eine kostenlose Stornierung an.

Seit Anfang des Monats warnt das Auswärtige Amt allerdings nicht mehr vor Reisen in Risikogebiete. "Wer trotzdem kostenlos stornieren will, muss sich mit dem Reiseveranstalter einigen oder - wenn das nicht geht - vor Gericht ziehen", erklärt SWR-Reiseexpertin Land.

Wer keine Pauschalreise gebucht hat, kann ohnehin nicht kostenlos stornieren: Sofern der Flug stattfindet, muss er - genauso wie das Hotel oder das Ferienhaus - auch bezahlt werden.

Spanien: Das gilt bei der Rückreise nach Deutschland

Mit dem Impfbuch oder dem digitalen Impfnachweis entfällt bei Risikogebieten die Testpflicht für Geimpfte und Genesene. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Stefan Puchner)
Mit dem Impfbuch oder dem digitalen Impfnachweis entfällt bei Reisen in Risikogebiete die Testpflicht für Geimpfte und Genesene. picture alliance/dpa | Stefan Puchner

Urlauber müssen sich bei der Rückreise von Spanien nach Deutschland um zwei Dinge kümmern: Zum einen muss vor der Rückkehr eine digitale Einreiseanmeldung ausgefüllt werden, zum anderen brauchen Reisende einen negativen Corona-Test. "Dieser darf frühestens zwei Tage vorher - bei einem PCR-Test drei Tage vorher - gemacht werden", so Tamara Land. Der Test kann aber auch spätestens zwei Tage nach der Rückkehr vorgelegt werden.

Allerdings ist es von Vorteil, wenn der Test vor der Rückreise gemacht wird. Denn dann müssen Reisende zu Hause nicht in Quarantäne.

Für Geimpfte und Genesene gelten Ausnahmen: Sie können auf den Test verzichten, der digitale Impfpass ist hier ausreichend. Wer das digitale Zertifikat nicht nutzen möchte, kann auch das gelbe Impfbuch vorlegen und gegebenenfalls eine Bescheinigung über eine auskurierte Corona-Infektion.

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