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Niemand trinkt so viel Sekt wie die Deutschen. Wir klären: Günstig oder teuer – welcher Sekt schmeckt wirklich gut? Was sagen die Angaben auf dem Etikett? Woran erkennt man guten Sekt?

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
20:15 Uhr
Sender
SWR Fernsehen

Sekt

Sekt aus Massenproduktionen gärt meistens in großen Stahltanks. Dort ist die vorgeschriebene Gärzeit kürzer als bei der Flaschengärung. Der Wein muss nur sechs Monate auf der Hefe liegen. Bei Sekt entsteht die Kohlensäure immer während der alkoholischen Gärung, sie wird nicht nachträglich zugegeben.

Winzersekt

Beim Winzersekt ist die sogenannte Flaschengärung vorgeschrieben. Die alkoholische Gärung findet nicht im Tank, sondern in der Flasche statt. Der Sekt muss bei der Flaschengärung mindestens neun Monate auf der Hefe liegen. Danach wird die Hefe in den Flaschenkopf gerüttelt, vereist und aus der Flasche geschossen. Anschließend wird die Sektflasche wieder verschlossen.

Champagner

Champagner ist ein geschützter Begriff. Sowohl die Trauben, als auch der Produktionsprozess muss in der französischen Region Champagne stattfinden. In der Regel werden die Rebsorten Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay zu Champagner verarbeitet.

Prosecco

Die Trauben des Proseccos müssen in den italienischen Regionen Friaul-Julisch Venetien oder Venetien gelesen werden. Auch die Verarbeitung und Abfüllung muss dort stattfinden. Anders als bei Sekt oder Champagner wird bei manchen Proseccos die Kohlensäure künstlich zugesetzt.

Brut, trocken oder lieblich?

Der Restzuckergehalt bestimmt, ob ein Sekt brut, trocken oder lieblich ist.

Bezeichnung von Sekt
BezeichnungRestzucker (Gramm pro Liter)
Brut naturebis zu 3
Extra brutbis zu 6
Brutbis zu 12
Extra trockenbis zu 17
Trockenbis zu 32
Halbtrockenbis zu 50
Lieblichmindestens 50

Guter Sekt muss nicht teuer sein

Bei unserer Stichprobe gewann der Kessler-Sekt für 9,50 Euro. Auf den Plätzen zwei und drei folgten die Sekte von Freixenet für 5,99 Euro und Erlenbrunn von Aldi für 3,79 Euro.

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