Hafer Cholesterin (Foto: Colourbox)

Vielfältige, nährstoffreiche Cholesterinsenker Haferflocken können mehr als Müsli

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Hafer macht lange satt, verbessert unser Blutfettwerte und ist gut für Haut und Nerven, - wenn wir das Getreide täglich in unserem Speiseplan unterbringen.

Haferflocken sind immer Vollkornflocken, auch wenn nicht extra darauf hingewiesen wird. Genau deshalb enthalten sie reichlich des löslichen Ballaststoffes Beta-Glucan. Der findet sich nämlich hauptsächlich in den äußeren Schichten des Korns.

Darüber hinaus liefern Haferflocken ordentliche Mengen Biotin (ein B-Vitamin), Zink und Silicium, was für gesunde Haut und feste Nägel wichtig ist. Weitere B-Vitamine (B1, B6, Folsäure) stärken unsere Nerven und sind für einen intakten Stoffwechsel unerlässlich. Auch beim Eisengehalt ist Hafer fast unschlagbar. Und das für die Muskeln wichtige Magnesium steckt ebenfalls reichlich in den Flocken.

Beta-Glucane für gute Cholesterinwerte

Haferflocken können den Cholesterinspiegel um bis zu 15 Prozent senken. Denn die Beta-Glucane binden Gallenflüssigkeit. Die wiederum besteht zu einem großen Teil aus Cholesterin. Die gebundene Gallensäure wird mit dem Stuhl ausgeschieden, so dass neue aus dem vorhandenen Cholesterin in der Leber gebildet wird. Dadurch bleibt weniger Cholesterin im Blut.

Um von der cholesterinsenkenden Wirkung zu profitieren, muss man täglich 3 Gramm Beta-Glucane zu sich nehmen. Das heißt, jeden Tag 80 Gramm Haferflocken zu essen. Weil Haferflocken vielfältig in der Küche einsetzbar sind, ist das durchaus machbar.

Interessant sind die Beta-Glucane außerdem, weil sie bei Diabetikern blutzuckersenkend wirken und die Insulinantwort verbessern. Die Bauchspeicheldrüse hat nämlich viel Zeit, das nötige Insulin zu bilden, weil das Getreide nur langsam im Darm ankommt und verstoffwechselt wird.

Hafer fördert die Verdauung ganz allgemein, weil eine Portion Haferflocken (60 Gramm) mehr als sechs Gramm Ballaststoffe enthält.

Eine Schale Porridge mit Erdbeeren steht auf einem Tisch (Foto: Imago, imago)
Perfekter Start in den Tag: Porridge mit Obst Imago imago

Haferflocken können mehr als Müsli oder Brei

Haferflocken sind Hauptbestandteil in Müslis. Und derzeit werden sie gerade als Porridge wiederentdeckt, obwohl Haferbrei eigentlich schon lange fester Bestandteil in unseren Küchen ist. Haferflocken sind auch super im Brot oder als Panade.

Allerdings haben die meisten vergessen, was man noch alles Leckeres mit den Flocken machen kann.

Tipp 1: Frikadellen mit Haferflocken

Vegetarische Burgerbuletten sind in, weil Fleisch nicht ökologisch korrekt ist. Weniger Fleisch zu essen, ist aber auch aus gesundheitlichen Gründen sinnvoll. Wer Frikadellen oder Burgerpatties macht, kann sie mit Haferflocken „strecken“. Das schmeckt sogar gut, weil durchs Anbraten der Hafer zusätzliche interessante Röstaromen liefert. Natürlich kann man auch Bratlinge komplett ohne Fleisch, aber mit Hafer machen. Dafür einfach das Fleisch durch Kidneybohnen und einige Walnüsse ersetzen.

Tipp 2: Haferkekse und Kuchen

Selbst wenn man nicht viel davon isst: Haferkekse sind eine extrem lecker-knusprige Nascherei. Aber auch beim normalen Kuchen kann man immer einen Teil des Mehls durch Hafer ersetzen. Guter Richtwert dafür ist, dass etwa ein Drittel des Mehls durch Haferflocken ausgetauscht werden kann. Wer es flockig mag, lässt die Haferflocken wie sie sind. Wer auf eine feinere Teigkonsistenz steht, zerkleinert die Flocken mit der Küchenmaschine oder dem Zauberstab. Auch im Streuselteig machen sich Haferflocken gut.

Tipp 3: Aufläufe und Suppen

Haferflocken sind ein hervorragendes Bindemittel. Und lassen sich deshalb auch in Aufläufe und Suppen einbauen.

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