frisch geriebener Käse und Basilikum (Foto: Colourbox)

Heiß geliebt: Reibekäse im Plastikbeutel Der perfekte Pizza-Käse ist Geschmacksache

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Geriebener Käse aus der Tüte ist zwar günstig und praktisch, aber geschmacklich eher ein Reinfall und schnell ranzig.

Gouda ist der Deutschen liebster Schnittkäse. Mehr als 40 Prozent bevorzugen diese recht milde Käsesorte, nicht nur in Scheiben auf Brot, sondern auch gerieben auf Pizzen, Aufläufen und Baguette.

Geriebener Käse ist ein Preisknaller

Der Käse aus der Tüte kostet pro 100 Gramm nur 65 Cent und ist damit günstiger als Käse am Stück. Dafür muss man allerdings auch in Kauf nehmen, dass der vorgeriebene Gouda oder Emmentaler wenig intensiv schmeckt und immer wieder mit blauem Schimmel überrascht.

Der geriebene Käse wird zwar unter Schutzatmosphäre verpackt. Trotzdem bleibt der Geschmack schnell auf der Strecke, zumal eher einfache Qualitäten in die Tüte kommen. Außerdem reicht ein kleines Leck und der Käse wird schnell ranzig bzw. schimmelt.

Wann der Käse abgepackt wurde, kann man nicht erkennen. Auf der Packung steht lediglich ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Das sollte beim Kauf noch mindestens einen Monat weit weg sein, besser zwei. Wer den Käse nicht komplett aufbraucht, kann Reste einfrieren und später zum Überbacken nutzen. So wird nichts ranzig.

Käse wird gerieben (Foto: Getty Images, iStockphoto)
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Analogkäse ist out, veganer Käse-Ersatz in

„Pizza-Mix“ sorgte vor Jahren für Empörung, als klar wurde, dass es sich hierbei gar nicht um echten Käse handelt, sondern lediglich um Pflanzenfett mit Zusatzstoffen. Das Käse-Imitat ist günstiger als echter Käse und wurde den Verbrauchern deshalb gern mal untergejubelt. Inzwischen muss direkt bei der Produktbezeichnung auf der Vorderseite vermerkt werden, wenn Pflanzenfett eingesetzt worden ist. Außerdem darf dann das Wort „Käse“ nicht genutzt werden. Beim Käse-Brötchen muss also auch wirklich Käse drauf sein.

Seit ein paar Jahren erleben Käse-Imitate aber nun wieder ein Comeback, sie werden als veganer Käse-Ersatz vertrieben.

Pizza mit viel Reibekäse (Foto: Colourbox)

Der richtige Pizza-Käse

Mozzarella ist eigentlich der Käse, der ursprünglich auf die Pizza kam. Doch der verbrennt schnell und kriegt schwarze Blasen. Außerdem ist sein neutraler Geschmack nicht so beliebt. Gouda auf der Pizza wird bitter, wenn er alt ist. Frischer, junger Gouda ist also durchaus zu Recht beliebt auf unseren Pizzen.

Aber es lohnt sich auch, ein paar neue geschmackliche Varianten auszuprobieren. Wer auf Mozzarella steht, sollte den zusammen mit Provolone oder Gruyère mischen, weil sie beim Erhitzen eine zarte Ölschicht bilden. Das schützt den Mozzarella vorm Verbrennen und peppt den Geschmack auf.

Wer kräftigen Käse-Geschmack mag, mischt etwas geriebenen Parmesan unter den Gouda. Parmesan allein funktioniert nicht, weil der Hartkäse nicht zerläuft.

Cheddar macht eine schöne orange Farbe und passt gut zum Gelb des Emmentalers.

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