Paleo oder pegan – Trends beim Essen?

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Die Paleo-Diät setzt auf ursprüngliche Lebensmittel ohne Zucker und erlaubt kein Getreide, weil unser Stoffwechsel vermeintlich in der Steinzeit verharrt und deshalb kaum Kohlenhydrate verträgt.

Toast, Brot und Gebäck auf einem Teller (Foto: SWR, Foto: Sabine Schütze)
Brot und Gebäck aus Weizen ist nichts für Food-Extremisten Foto: Sabine Schütze

Dabei ist das Gegenteil der Fall. Nur weil der Mensch extrem anpassungsfähig ist, konnte er überleben, sowohl in der kalten Arktis, als auch in der trockenen Wüste. Und unsere Gene belegen das eindrucksvoll. Frühmenschen etwa hatten nur ein Gen für die Amylase-Produktion. Amylase ist ein Enzym, das Stärke aus Getreide aufspaltet. Wir dagegen haben mehr als zehn dieser Gene und sind damit viel besser an kohlenhydratreiche Nahrung angepasst.

Paleo ist sowas von „Steinzeit“!

Vielleicht deshalb heißt der neue Trend „pegan“. Das ist ein Mischwort aus „Paleo“ und „vegan“. Diese Diät erlaubt neben den typischen Paleo-Lebensmitteln wie Fisch, Fleisch und Eier, hauptsächlich Obst, Gemüse und Nüsse. Ergänzt werden dürfen Hülsenfrüchte und glutenfreies Pseudogetreide wie Hirse, Buchweizen und Quinoa. Milch und normales Getreide bleiben tabu.

Pegan ist das neue „paleo“. Denn diese Diät schränkt weniger ein als eine komplett tierfreie Ernährung und lässt Fleischliebhaber endlich auch mal was Besonderes sein. Außerdem ist sie ähnlich wie die Steinzeitdiät etwas für Extremisten beim Essen.

Der Flexitarier mag inzwischen für manche Menschen irre altmodisch sein, passt aber mit seiner Vielfalt an Nahrungsmitteln am besten zu unserer Biologie. Menschen sind nämlich als Allesesser konzipiert. Extrem, oder?

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