Verschiedene Kräuter wie Basilikum, Minze, Thymian, Rosmarin und Dill (Foto: Colourbox)

Lebensmittel-Rückruf

Vorsicht Salmonellen – Tiefkühlkräuter zurückgerufen

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Ein Produzent von Tiefkühlkräutern ruft die Produkte zurück - wegen Salmonellen-Gefahr. Die Packungen wurden deutschlandweit verkauft, unter anderem bei Aldi, Edeka und Netto.

Diese Tiefkühlkräuter sind vom Produktrückruf betroffen

  • „Edeka Bio 8 Kräuter 50g“ mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 01.2022 und 02.2022, bundesweit vor allem bei Edeka und Marktkauf vertrieben
  • „BioBio 8 Kräuter Mischung 50g“ mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 01.2022 und 02.2022, die beim Netto Marken-Discount verkauft wurde
  • „GutBio 8 Kräuter Mischung 50g“ mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 21.01.2022 und 03.02.2022 (vertrieben bei Aldi Süd) und mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 21.01.2022 (vertrieben bei Aldi Nord).

Das Unternehmen teilt mit: Bei einer Kontrolle seien Salmonelle nachgewiesen worden. Kunden, die die Artikel gekauft haben, könnten diesen auch ohne Vorlage des Kassenbons in den Supermärkten zurückgeben.

Konkrete Gesundheitsgefahr für Verbraucher schwer einzuschätzen

Grundsätzlich muss nicht jeder, der ein paar dieser Kräuter gegessen hat, Angst haben, krank zu werden. Erst ab einer bestimmten Menge wird der Körper damit nicht mehr fertig. Wo die Grenze liegt, hängt von der Stärke des eigenen Immunsystems ab. Generell gilt: Ältere Menschen und Kinder sind deutlich gefährdeter.

Sollte es zu einer Vergiftung kommen, klagen Betroffene über typische Symptome eines Magen-Darm-Infekts: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Temperatur, in schwereren Fällen auch Fieber und zum Teil Krämpfe. Meistens klingen die Beschwerden nach wenigen Tagen ab. Es gibt auch schwerere Verläufe, die im Krankenhaus behandelt werden müssen – diese sind aber selten.

Wie Salmonellen in Kräuter kommen können

Wie es im konkreten Fall war, dazu will sich die betroffene Firma, die Copack Tiefkühlkost Produktionsgesellschaft, noch nicht äußern. Generell gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen wachsen Kräuter - vor allem in wärmeren Ländern - oft unter freien Himmel. Hier besteht immer die Gefahr, dass mit Salmonellen infizierte Tiere, Vögel oder auch Nager, Erreger mit dem Kot auf Feldern ausscheiden.

Auch über organische Dünger wie Mist oder Gülle können Salmonellen auf Kräuter geraten. Zwar werden die Kräuter nach der Ernte kontrolliert, aber gerade in trockener Ware sind Salmonellen oft ungleichmäßig verteilt. Das heißt, große Bereiche können nicht betroffen sein, dafür kann ein Nest übersehen werden. Außerdem ist denkbar, dass es eine Verunreinigung in der Produktion geben kann.

Salmonelle sterben in Tiefkühlkost nicht ab

Salmonellen sind wahre Überlebenskünstler. Sie können jahrelang bei Minusgraden oder sogar auf getrockneten Pflanzen überleben. Richtig aktiv werden sie ab einer Temperatur von 10 Grad und halten bis ungefähr 47 Grad aus. Innenhalb dieser Spanne vermehren sie sich besonders stark. Um Salmonellen zuverlässig loszuwerden müssen die Lebensmittel stark erhitzt werden – auf mehr als 70 Grad für mindestens zehn Minuten.

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