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Die Liste der weltweit vom Aussterben bedrohten Arten wird immer länger. Das geht aus der neuen Roten Liste hervor, die die Weltnaturschutzunion heute veröffentlicht hat.

Die Rote Liste der Gefährdeten Arten der Weltnaturschutzunion zählt mittlerweile mehr als 120.000 Arten – mehr als ein Viertel von ihnen gelten als akut vom Aussterben bedroht.

Feldhamster vermehren sich deutlich weniger als früher

Dem europäischen Feldhamster geht es immer schlechter, er gilt jetzt nicht mehr nur als gefährdet, sondern als akut vom Aussterben bedroht. In großen Teilen seines Ursprungsgebiets, dem Elsass, ist er schon ganz verschwunden - ähnlich düster sieht es in Osteuropa aus.

Ein Grund besteht darin, dass die Weibchen im Schnitt nur noch fünf bis sechs Junge pro Jahr werfen, früher waren es bis zu zwanzig. Warum das so ist, dafür gibt es noch keine Erklärung.

Rote Liste der bedrohten Arten wird immer länger

Auch beim Nordatlantischen Glattwal ist die Lage ernst. Er ist, so die Verfasser des Berichts, nur noch einen Schritt vom Aussterben entfernt. Ende 2018 wurden nur noch 250 ausgewachsene Exemplare gezählt.

Ernsthaft bedroht sind laut der Roten Liste auch 96 Prozent der Lemuren-Arten auf Madagaskar. Die Zerstörung ihres Lebensraums durch Abholzung und die Jagd auf sie machen ihnen zu schaffen.

Ähnlich schlecht: die Lage von mehr als der Hälfte aller Affenarten in Afrika.

Weltnaturschutzunion: Der Mensch muss sein Verhalten radikal ändern

Die Chefin der Weltnaturschutzunion, Gretel Aguilar, sagt, der Mensch müsse dringend seine Einstellung gegenüber anderen Primaten und der Natur insgesamt ändern. Vor allem die Zerstörung von Lebensräumen durch Abholzung und die nicht-nachhaltige Nutzung von Wildtieren müssten gestoppt werden.

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