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AUTOR/IN
Tamara Land, SWR Wirtschaftsredaktion (Foto: SWR, SWR)

Das Robert-Koch-Institut hat jetzt auch Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote und die Nachbarinseln als Corona.Risikogebiet eingestuft. Ganz Spanien gilt jetzt als Risikogebiet.

Für all diejenigen, die im Moment vor Ort sind, gilt ab sofort bei der Rückreise eine Meldepflicht beim örtlichen Gesundheitsamt. Entweder bringt man dazu einen maximal 48 Stunden alten Corona-Test aus Spanien mit, oder, man läßt sich hierzulande testen. Dieser Test muss allerdings innerhalb von 72 Stunden gemacht werden. Bis das Ergebnis dann vorliegt, gilt eine häusliche Quarantänepflicht.

Kaum noch Pauschalreisen ins Risikogebiet Spanien

Bei Reisewarnungen sagen die Reiseveranstalter in der Regel von sich aus alle geplanten Reisen ab. Die meisten Pauschalreisen fallen also erstmal flach. Wer trotzdem unbedingt auf die Kanaren will, muss sich um Flüge und Unterkunft selbst kümmern.

Neue Regeln ab Oktober

Über den Sommer hinweg konnten Rückkehrer aus Risikogebieten einen kostenlosen Corona-Test in Anspruch nehmen. Ob das so bleibt, ist ungewiss. Über die Kostenübernahme wird im Moment noch verhandelt (Stand 03.09.2020). Auf jeden Fall muss man sich auf längere Quarantäne einstellen. Frühestens nach 5 Tagen und einem negativen Testergebnis darf die Quarantäne aufgehoben werden. Bundesregierung und Länder besprechen zur Zeit neue Regeln dazu. Wer die Kosten übernimmt, ist im Moment noch nicht entschieden. 

Gibt es Geld zurück bei Absagen?

Wenn die Reiseveranstalter bereits gebuchte Pauschalreisen absagen, hat man Anspruch auf Rückerstattung. Das kann allerdings kompliziert werden. Oft versuchen Veranstalter die Urlauber dazu zu überreden, einen Gutschein anzunehmen. Verpflichtet ist man dazu nicht.  Schwieriger wird es, für diejenigen, die statt eine Pauschalreise den Urlaub selbst geplant und organisiert haben. Denn, solange der Flugbetrieb stattfindet und man in das Land einreisen darf, zahlt die Fluggesellschaft höchstwahrscheinlich kein Geld zurück. Bei direkt gebuchten Unterkünften gilt spanisches Recht, das nur vor Gericht in Spanien durchgesetzt werden kann. Da wäre eine Gütliche Einigung praktikabler.

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Tamara Land, SWR Wirtschaftsredaktion (Foto: SWR, SWR)