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Reisewarnung, Reisehinweis, Corona-Risikogebiet: Wegen des Corona-Virus sprechen Behörden und Institute verschiedene Reiseempfehlungen aus. Die Ratschläge im Überblick.

1. Reisewarnung: Die chinesische Provinz Hubei:

Die Provinz in Zentralchina, in der die Krankheit ihren Ausgang nahm, ist die einzige Region der Erde, für die das Auswärtige Amt derzeit eine offizielle Reisewarnung erlassen hat; der dringlichste Appell, eine Reise abzusagen, die das Auswärtige Amt vornimmt. Die Behörde geht also davon aus, dass in dem Gebiet wegen COVID-19 eine konkrete Gefahr für Leib und Leben besteht. Reisen in das Gebiet können also nicht durchgeführt werden.

Eine offizelle Reisewarnung ist für die Veranstalter immer Anlass, Reisen in die betroffene Region wegen höherer Gewalt abzusagen. Pauschalurlauber, die einen Trip in die Provinz gebucht haben, bekommen daher sicher ihr Geld zurück.

2. Abraten von einer Reise: Das restliche China

Von Reisen in alle anderen Corona-Krisen Region rät das Auswärtige Amt lediglich ab. Dazu gehört zunächst das restliche Festlandchina, also die Volksrepublik ohne die Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macau. Deutsche, die sich derzeit dort aufhalten, sollen laut dem Auswärtigen Amt wegen der vielen Einschränkungen eine vorzeitige Ausreise in Erwägung ziehen.

Viele Reiseveranstalter gestatten ihren Kunden derzeit auch bei einem solchen Reisehinweis, die Reisen kostenfrei zu stornieren.

Italien

Auch von nicht erforderlichen Reisen nach Italien rät die Behörde derzeit ab. In ganz Italien ist die Bewegungsfreiheit derzeit eingeschränkt. Wer dennoch fahren muss, sollte eine Erklärung mit sich führen, warum die Reise unbedingt erforderlich ist. Diese gibt es auf der Homepage des italienischen Innenministeriums.

Republik Korea (Südkorea)

Das Auswärtige Amt rät ab von Reisen in die südkoreanischen Provinz Gyeongsangbuk-do im Osten des Landes und in die nahegelegene Stadt Deagu.

Islamische Republik Iran

Auch von Reisen in den Iran wird abgeraten. Ähnlich wie in China werden Reisende aufgerufen, eine vorgezogenen Heimflug in Erwägung zu ziehen.

3. Internationales Risikogebiet laut RKI: Region Grand Est in Frankreich

COVID-19-Risikogebiete sind laut Robert Koch Institut Gebiete, in denen eine fortgesetzte Übertragung des Corona-Virus von Mensch zu Mensch vermutet werden kann. Zu diesen gehört auch die französische Großregion Grand Est im Osten von Frankreich, die das Elsass, Lothringen und die ehemalige Region Champagne-Ardenne erfasst. Das Elsass liegt in der Nachbarschaft von Baden und der Südpfalz, die auch einen kurzen Grenzabschnitt mit Lothringen hat. Einen Reisehinweis des Auswärtigen Amtes wegen Corona liegt derzeit (11.03.2020) nicht vor.

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