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Quittengelee sieht appetitlich aus und schmeckt gut. Und wenn es mal nicht fest werden will, gibt es noch eine zweite Chance.

1,5 kg Quitten
1,5 l Wasser
1000 g Gelierzucker 1:1
eine halbe Zitrone


Die Quitten abreiben, vierteln und Stil und Blütenansatz entfernen. Das Kerngehäuse bleibt drin, da es besonders viel Pektin enthält. In dem Wasser etwa eine Stunde köcheln lassen – nicht kürzer, eher länger, da sich bei längerem Kochen um so mehr Pektin löst.

Mischung durch ein mit einem Mulltuch ausgelegtes Sieb gießen und über Nacht abtropfen lassen. Wer ein klares Gelee haben möchte, belässt es beim Abtropfen, ansonsten können die Fruchtstücke in dem Mulltuch auch etwas ausgepresst werden. Dadurch gelangen kleine Fruchtpartikel in das Gelee und es wird trüber - die Ballaststoffe haben aber auch eine gesundheitsfördernde Wirkung.

750 ml Quittensaft abmessen und mit dem Gelierzucker und etwas Zitronensaft nach Packungsanleitung aufkochen. Gelierprobe machen: Etwas Gelee auf einen Teller geben und prüfen, ob es fest wird. Ansonsten noch etwas länger kochen lassen. Kochend heiß in Sturzgläser füllen, zuschrauben und auf den Kopf stellen.

Varianten: Wer experimentieren möchte, kann Gewürze zufügen. Hier bieten sich zum Beispiel Zitronenmelisse, Vanille, Zimt oder Sternanis an.

Zubereitung ohne Gelierzucker:

Quitten haben von Natur aus viel Pektin, deshalb kann man auch ohne Gelierzucker Gelee herstellen. Das ist natürlich etwas schwieriger und unsicherer.

Dafür die gektochen Quittenstücke vor der Weiterverarbeitung 24 Stunden ziehen lassen. Dann wie oben beschrieben durchsieben, 1 l abmessen und mit 700 g Haushaltszucker und der Zitrone mindestens eine Stunde, besser anderthalb, köcheln lassen. Gelierprobe machen und wie oben beschrieben abfüllen.

Falls das Gelee nicht fest wird:

Manchmal will das Gelee einfach nicht fest werden – zum Beispiel, wenn die Quitten schon etwas älter waren. Diese Mischung kann man mit etwas Aufwand noch retten: Auf 1 kg missratenes Gelee 20 g Pektin zugeben und noch mal aufkochen. Pektin bekommt man in Bioläden, Reformhäusern und manchmal in Apotheken. Im Supermarkt ist es als "Gelfix" erhältlich, hier sollte man jedoch einen Blick auf die Zutatenliste werfen.

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