Preiswert, nützlich, gut? So finde ich das perfekte Sofa

Jeder hat persönliche Kriterien, an denen er Sofas misst: Festigkeit des Polsters, Farbe, Größe. Doch ein paar objektive Qualitätsmerkmale helfen, das richtige zu finden.

Sofas gibt es in unterschiedlichen Größen und Formen. Kunden haben die Wahl zwischen beispielsweise klassischen Zweisitzern, Dreisitzern, Ecksofas in L-Form, sogenannten Big-Sofas mit besonders breiter Sitzfläche, 3-2-1 Garnituren, Schlafsofas oder auch ganze Wohnlandschaften - Sofas in U-Form. Die Form richtet sich danach, wie groß das Wohnzimmer ist, wie es geschnitten ist sowie nach der Anzahl der Personen, die Platz finden sollen.

Neben der Form ist auch die Beschaffenheit wichtig. Wie tief ist die Sitzfläche? Lümmeln Sie beispielsweise lieber, dann brauchen Sie wahrscheinlich eine tiefere Sitzfläche. Sitzen Sie dagegen lieber auf der Couch, dann sollte sie kürzer sein. In jedem Fall ist es wichtig, dass sich Kunden beim Probesitzen wohlfühlen.

Sofas haben auch unterschiedlich hohe Sitzflächen. Diese gibt es auch wiederum in verschiedenen Neigungen. Was für die Sitzfläche gilt, gilt auch für die Rückenlehne: es gibt steilere und flachere Lehnen, höhere und tiefere, weichere und härtere. Welche dieser Beschaffenheiten des Sofas einem zusagt, muss beim Probesitzen individuell herausgefunden werden.

Weiches oder hartes Polster?

Es gibt zwei unterschiedliche Polsterarten: die legere Polsterung und die straffere Polsterung. Die legere Polsterung ist weicher, man sinkt leichter in sie ein. Anders die straffe Polsterung, sie ist härter, man sinkt nicht so leicht in sie ein. Tipp: Manche weiche Polsterungen richten sich nach dem Aufstehen nicht wieder richtig auf. Deswegen sollten sie nach dem Lümmeln wieder aufgeschüttelt und aufgeklopft werden.

Stoff ist nicht gleich Stoff

Wer kein Leder oder Kunstleder möchte, kann aus unzähligen Stoffbezügen auswählen. Flachgewebe sind sehr schön anzusehen, halten dafür aber nicht so lange. Webvelours sind sehr robust und leicht zu reinigen. Flockveloursstoffe sind ebenfalls sehr pflegeleicht und noch dazu günstig. Dafür sind sie etwas anfälliger als Webvelours. Microfaserstoffe sind weich, strapazierfähig und einfach zu pflegen. Der Nachteil bei diesen Stoffen ist, dass sich nach einer gewissen Zeit Knötchen bilden können. Außerdem nimmt der Stoff Körperfette auf, was zu glänzenden Stellen führt.

Qualitätsmerkmale des Sofabezugs

Der Sofabezug sollte Strapazierfähig sein, damit er lange hält und auch lange schön aussieht. Die beiden Kriterien hierfür sind Scheuertouren und Lichtechtheit. Scheuertouren beschreibt, wie widerstandsfähig der Stoff ist. Künstliche Stoffe sind robuster als Naturfaserstoffe. Gute Sofabezüge haben mindestens 15.000 Scheuertouren, manche Stoffe haben sogar 100.000 Scheuertouren.

Die Lichtechtheit gibt an, wie lange die Farben Licht, insbesondere Sonnenlicht, standhalten - und nicht verblassen. Auf der sogenannten Wollskala können Kunden in einer Skala von eins bis acht ablesen, wie lichtbeständig der Stoff ist. Eins steht dabei für eine sehr geringe Lichtechtheit, acht für eine hervorragende. Bei Möbeln werden in der Regel Stoffe der Kategorie vier oder fünf verwendet. Die zweithöchste Stufe sagt aus, dass die Farben ein Jahr lang Sonnenlicht im Freien widerstehen können. Die höchste Stufe ist ein theoretischer Wert. Generell gilt, Naturstoffe, wie zum Beispiel Baumwolle, bleichen schnell aus. Um zu verhindern, dass das neue Sofa schnell ausbleicht, sollten Sie es nicht direkt vor das Fenster und auch nicht unter den Halogenstrahler stellen.

Federkern meistens härter als reiner Schaumstoff

Schaumstoffpolster bestehen aus einer oder mehreren Lagen Schaum. Es gibt weiche und harte Schaumstoffpolster in unterschiedlichen Qualitäten. Besonders hochwertig ist sogenannter Kaltschaum. Höherwertig sind Federkerne, die fest miteinander verbunden sind. Noch aufwendiger sind sogenannte Taschenfederkerne. Dabei sind die Federn in einzelnen Taschen getrennt voneinander. Das führt dazu, dass das Polster nur dort punktuell nachgibt, wo man gerade sitzt.

Boxspring ist eine Mischung: Es gibt ganz unten einen klassischen Federkern, darüber sind Taschenfederkerne verarbeitet. In der Kombination ist der Sitz fest und punktelastisch zugleich.

Füße oder keine Füße?

Ein Sofa, das keine Füße hat, wirkt schwerer und lässt den Raum voller wirken. Sitzmöbel mit Füßen wirken leichter. Manche Sofas haben extra Fußgleiter für verschiedene Böden dabei, je nachdem ob die Couch auf Parkett-, Fliesen- oder Teppichboden steht. Einige Modelle haben aber nur einen Standardgleiter. Wenn das Sofa nun ohne große Vorsicht verschoben wird, besteht die Gefahr, den Fußboden zu verkratzen. Kleine Designerfüße können auch Abdrücke im Boden hinterlassen. Informationen darüber, stehen in der Regel in der Gebrauchsanweisung.

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