Preiswert, nützlich, gut? Töpfe und Pfannen im Test

Welches Kochgeschirr ist hochwertig, langlebig und liegt gut in der Hand? Schlägt teuer immer billig? Und wie gesundheitsschädlich sind beschädigte Beschichtungen?

Woran erkennt man einen guten Topf?

Grundsätzlich kann man nach der Faustregel gehen, dass schwere Töpfe höherwertig sind, erklärt Küchen-Fachverkäuferin Larissa Anders. Die höhere Dichte des Materials sorgt dafür, dass Wärme besser gespeichert und gleichmäßiger ans Kochgut weitergegeben wird. Auch Spitzenkoch Frank Oehler schwört auf schwere Töpfe. Die halten seiner Meinung nach auch länger und sind robuster.

Topfböden enthalten häufig, neben Edelstahl, weitere Metalle, die Hitze besonders gut leiten und speichern - zum Beispiel Aluminium. Häufig wird es als Zwischenschicht in sogenannten Sandwich-Böden verwendet, ummantelt von Edelstahl. Auch Kupfer in Topfböden ist beliebt. Das Metall ist ein noch besserer Wärmeleiter als Aluminium, speichert die Hitze aber schlechter.

Edelstahl- versus Alutopf

Es gibt auch Töpfe, die ganz aus Aluminium bestehen. Sie sind besonders leicht. Reporterin Eva Röder testet zusammen mit Frank Oehler, wie sich ein Aluminiumtopf für etwa 12 Euro gegen einen Edelstahltopf für rund 60 Euro schlägt. Der Boden des Edelstahltopfes ist etwa drei mal so dick wie der des Aluminiumtopfes.

Butter-Test

Gute Töpfe sollen wenn sie heiß sind gleichmäßig aufliegen. Dann funktioniert die Wärmeverteilung ideal, der Topf wird schnell heiß und ist damit effizienter. Im kalten Zustand sollte sich der Topf leicht nach innen wölben, damit der Boden Platz hat, sich auszudehnen. Ob der Topf erhitzt wirklich plan aufliegt, kann man mit einem Stück Butter testen, welches in den Topf gegeben wird.

Gebräunte Butter in Topf (Foto: SWR, SWR -)
Der Topfboden ist deutlich nach innen gewölbt, wie die Butter verdeutlicht. SWR -

Bei unserem Edelstahltopf verteilt sich die Butter von selbst gleichmäßig über den Topfboden. Bei dem Aluminiumtopf bildet das flüssige Fett um die Boden-Mitte einen Ring, da der Topfboden nicht gerade, sondern nach innen gewölbt ist. Am inneren Rand bräunt sie dadurch viel schneller, als außen.

Messer-Test

Die Wölbung im kalten Zustand lässt sich mit Hilfe eines langen Messers und eines Blattes Papier testen. Dreht man den Topf um und legt das Messer auf den Boden, sollte ein Blatt Papier gerade drunter passen. Bei unserem Alutopf passt das Papier sogar mehrmals gefaltet noch zwischen Topfboden und Messer - die Wölbung ist also zu stark.

Wegen seiner starken Wölbung im Boden erhitzt der Alutopf bei gleicher Herdleistung Milch deutlich langsamer als der Edelstahltopf. In den teureren und besseren Topf zu investieren rechnet sich daher längerfristig, so Frank Oehler.

Welche Töpfe sind induktionsfähig?

Induktionsherde sind im kommen: Sie sind schnell und energiesparend. Da das Kochfeld sich nicht selbst erhitzt, sinkt das Risiko für Verbrennungen am Herd. Außerdem brennt nichts auf dem Kochfeld an und ein, wie beispielsweise bei Ceranfeldern.

Der Nachteil an Induktionsherden ist, dass man nicht jeden Topf verwenden kann. Neuere Töpfe sind als "induktionsfähig" gekennzeichnet. Falls man sich nicht sicher ist, kann man die Induktionsfähigkeit leicht mit Hilfe eines Magneten prüfen. Wird dieser vom Topf- oder Pfannenboden angezogen, kann das Kochgeschirr auf Induktionsherden verwendet werden.

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