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Wer weiß, wann welche Pollen unterwegs sind, kann sich ein bisschen schützen. Erfahren Sie, welche Apps und Internetseiten dabei helfen und was Betroffene sonst noch tun können.

Tränende Augen, permanenter Niesreiz und Atemnot: Pollenallergiker reagieren mit mehr oder weniger heftigen Symptomen auf die eigentlich harmlosen Substanzen von Bäumen, Büschen und Gras. Und in diesem Jahr leiden sie bereits seit Februar unter Pollenflug, da es bereits früh im Jahr warm und sonnig war.

Symptome von Heuschnupfen

Etwa 16 Prozent aller Deutschen leiden unter Heuschnupfen  (Pollinosis). Nach Angaben der Kinder & Jugendärzte im Netz, sind die typischen Symptome „Niesen, Schnupfen und behinderte Nasenatmung sowie rote und juckende Augen“. Betroffenen fällt es oft schwer, einen Heuschnupfen von einer normalen Erkältung zu unterscheiden. Im Gegensatz zu einer Erkältung, halten die Symptome beim Heuschnupfen über einen längeren Zeitraum an.

Pollenvorhersage mittels Apps

Apps können helfen, besser vorauszusehen, wann und wo welche Pollen unterwegs sind. Grundsätzlich funktionieren die verschiedenen Pollen-Apps dabei alle auf ähnliche Art und Weise:
Da der Pollenflug regional unterschiedlich ist, ist die Voraussetzung für die Nutzung vieler Apps, dass sie auf den eigenen aktuellen Standort zugreifen können. Wer das aus Datenschutzgründen nicht will, kann aber beispielsweise auf die App „Pollenflug-Index“ zurückgreifen.

Haben die Apps den Standort ermittelt, zeigen sie an, wie hoch die Pollenbelastung gerade ist. Die Ergebnisse verschiedenster Apps ähneln sich. Manche bieten auch noch sogenannte Push-Nachrichten an, die bei besonders starkem Pollenflug warnen. Außerdem gibt es Fragebögen und Selbsttests.

  • Pollen-App: Sie wird verantwortet von der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst. Es gibt unter anderem eine Prognosekarte für einzelne Pollenarten.
  • Pollenflug-Index: Einfacher aufgebaut ist diese App vom Deutschen Wetterdienst. Es gibt eine Deutschlandkarte, auf der die Belastungen zu sehen sind. Vorteil: Die App funktioniert auch ohne Standortermittlung.
  • Husteblume: Hinter dieser App steckt die Techniker Krankenkasse. Die App informiert darüber, wann und wo welche Pollen fliegen, außerdem gibt es ein Pollentagebuch und Infos zu den Allergieauslösern. Die App ist kostenlos, allerdings muss man Werbung für die Krankenkasse in Kauf nehmen.

Auch Pharmakonzerne bieten Pollen-Apps an. Grundsätzlich sind deren Ergebnisse denen der oben aufgeführten Apps ähnlich. Allerdings beinhalten sie häufig Werbung für Produkte der Unternehmen.

Der Deutsche Wetterdienst bietet einen täglichen Pollenflug-Gefahrenindex an. Und den Pollenflugkalender der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst gibt es auch im Internet. Dort können Sie sehen, welche Pflanze in welchem Zeitraum regelmäßig blüht und wann die jeweilige Hauptsaison ist.

Das können Betroffene bei einer Pollenallergie tun

  1. Pollenflugvorhersage beachten
  2. Täglich Nasenduschen mit Kochsalz durchführen, sie spülen die Pollen von der Nasenschleimhaut ab.. 
  3. Viel Wasser trinken, um die Schleimhäute zu befeuchten und so die Pollenbarriere zu stärken.
  4. Mehrmals täglich das Gesicht und abends die Haare waschen
  5. Straßenkleidung nicht im Schlafzimmer ausziehen und lagern.
  6. Nasse Handtücher in der Wohnung aufhängen - sie fangen Pollen ab
  7. Fenster geschlossen halten - auf dem Land zwischen 19 und 24 Uhr lüften, in der Stadt zwischen 6 und 8 Uhr
  8. Alternativ ein Pollenschutzgitter vor dem Fenster anbringen
  9. Pollenfilter in die Lüftungsanlage des Autos einbauen lassen.
  10. Atherische Öle wie Pfeffer-, Eukalyptus-, Fenchel- oder Dillöl erleichtern das Durchatmen und wirken schleimlösend. Eine Inhalation, ein Bad oder eine Schüssel mit Wasser, in die ein paar Tropfen hinein gegeben werden und die in den Raum gestellt wird, sind dafür geeignet.

Daneben gibt es als je nach Intensität der Allergie auch die Möglichkeit einer medikamentösen Behandlung und einer Desensibiliserungstherapie.

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