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Ob Salat oder Pasta – Olivenöl ist aus den meisten Küchen nicht wegzudenken. Die Stiftung Warentest hat Olivenöle getestet und bewertet neun davon als gut.

Ein gutes Olivenöl zu finden, schien in der Vergangenheit oft schwer. Immer wieder gab es Schlagzeilen über gepanschte, gesundheitsgefährdende Produkte. Im aktuellen Test der Stiftung Warentest schneiden Öle in der höchsten Qualitätsstufe „nativ extra“ aber überraschend gut ab.

Stiftung Warentest prüft Olivenöle unter anderem auf Qualität und Geschmack

Insgesamt wurden 28 Öle getestet, davon schnitten neun „gut“ ab, 14 wurden als „befriedigend“ eingestuft, drei bekamen die Note „ausreichend“ und zwei waren als „mangelhaft“ nicht zu empfehlen. In der Vergangenheit waren die Ergebnisse deutlich schlechter ausgefallen. Im Test 2016 hatte nur ein einziges Öl „gut“ abgeschnitten, 2017 gar keines.

Bei der Bewertung spielte neben dem Geschmack auch eine Rolle, ob die Olivenöle gesundheitsgefährdende Stoffe wie zum Beispiel Pestizide oder Weichmacher enthielten. Außerdem war wichtig, ob die Öle korrekt gekennzeichnet waren.

Gute Olivenöle gibt es auch beim Discounter

Unter den als „gut“ bewerteten Ölen finden sich zwei für unter sieben Euro, die bei den Discountern Aldi und Lidl zu kaufen sind. Die Marken heißen Aldi Süd Bio und Lidl Primadonna Bio. Die Produkte Bertolli Gentile und Originale gibt es bei verschiedenen Lebensmittelhändlern zu kaufen. Alle guten Öle bieten Standardqualität und typischen Geschmack.

Drei hochpreisige Olivenöle waren ihnen geschmacklich zwar deutlich überlegen, überzeugten aber bei der Kennzeichnungspflicht nicht – darunter ein Öl von Farchioni, einem der größten Abfüllbetriebe in Italiens. Der Liter kostet 26 Euro. Unter dem Strich blieb daher nur ein „gut“.

Nur wenige Olivenöle schneiden „mangelhaft“ ab

Nicht überzeugt haben die Tester von Stiftung Warentest die Öle Filippo Berio — eine beliebte Marke in den USA und Großbritannien, die sich auch in Deutschland etabliert — und Solivells Oli. Beide Öle waren mit Mineralölkohlenwasserstoffen belastet. Filippo Berio schmeckte zudem laut den Testern „ranzig und oxidiert“.

Ein erfreuliches Ergebnis des Tests: Viele Olivenöle, die Stiftung Warentest schon in früheren Jahren überprüft hatte, haben sich verbessert. Jedes zweite Produkt schnitt deutlich besser ab. Die Anbieter achteten zumindest auf dem deutschen Markt zunehmend auf Schadstoffe, Geschmack und richtige Kennzeichnung.

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