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Vollkornspaghetti gelten als gesund: Im Vergleich zu anderen Nudeln haben sie mehr Ballaststoffe, Vitamine, Eisen und Magnesium – und häufig leider auch Schimmelpilzgifte.

Mehr als die Hälfte von 20 untersuchten Vollkornspaghetti enthalten nennenswerte Mengen Schimmelpilzgifte. Das ist ein Ergebnis der Zeitschrift Ökotest: Bei der Untersuchung waren elf Sorten deutlich mit Schimmelpilzgiften belastet. Fünf davon überschreiten sogar den Richtwert der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit: Das sind die Nudeln von Aldi Süd, 3-Glocken, Alnatura, Buitoni und von der Bio-Zentrale.

Pilzgifte schädigen auf Dauer das Immunsystem

Der Richtwert bezieht sich auf eine tägliche Aufnahme der Schimmelpilzgifte. Sie gelangen auf dem Feld ins Getreidekorn und kommen hauptsächlich in dessen Randschichten vor. Die Schimmelpilzgifte lassen sich regelmäßig in Vollkorngetreide, besonders in Hafer und Haferflocken nachweisen. Die in den Vollkornspaghetti nachgewiesenen Werte verursachen zwar keine akuten Probleme wie Durchfall. Wer aber den Richtwert jeden Tag überschreitet, riskiert, seine Blutzellen und das Immunsystem zu schädigen.

Nur eine Spaghetti-Sorte ganz ohne Spuren von Schimmelpilzen

Deshalb empfiehlt es sich, auf die Nudelmacher Dinkel-Vollkornspagetti Demeter (500 Gramm für 2,99 Euro) auszuweichen. Sie waren im Test als einzige Sorte frei von Schimmelpilzgifte. Oder auf die Produkte von Netto (0,79 Euro), Lidl (0,79 Euro), Edeka (0,75 Euro) oder Kaufland (0,79 Euro). Sie enthalten nur unbedenkliche Spuren und bekamen im Test insgesamt auch ein sehr gut. Ebenso wie die Bioladen Spaghetti Vollkorn von Weilling (1,09 Euro), die Zabler Paradiso Bio Spaghetti Integrale (2,69 Euro) und die Naturata Dinkel Vollkorn Spaghetti Demeter (3,29 Euro).

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