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Neues Jahr, neue Gesetze: die bringen 2021 neue Regelungen etwa für Arbeitnehmer, Steuerzahler, Häuslebauer und Familien. Das Gute daran: Vielen winkt im kommenden Jahr mehr Geld.

Mit dem neuen Jahr 2021 verbinden Viele nicht nur die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Corona-Krise, sondern es treten mit dem Jahreswechsel auch wieder zahlreiche gesetzliche Neuerungen in Kraft - etwa Änderungen bei der  Grundrente, dem Kindergeld oder beim CO2-Preis. Für die allermeisten Menschen in Deutschland - und das ist die gute Nachricht - bedeuten diese Änderungen wohl zunächst mehr Geld im Portemonnaie.

Eine Person trägt ein Tablett mit mehreren vollen Kaffeetassen. (Foto: Colourbox, 42129068)
Der Mindestlohn steigt von 9,35 Euro auf 9,50 Euro. Im Juni soll die gesetzliche Lohnuntergrenze dann noch einmal um 10 Cent auf 9,60 Euro erhöht werden. 42129068 Bild in Detailansicht öffnen
Die meisten Steuerzahler können im neuen Jahr mit einem Plus bei der Steuer rechnen: So steigt der Grundfreibetrag auf 9.744 Euro. Erst ab einem Einkommen darüber werden also Steuern fällig. picture alliance / Armin Weigel/dpa | Armin Weigel Bild in Detailansicht öffnen
Auch die Kinderfreibeträge steigen – beziehungsweise das Kindergeld: 15 Euro mehr gibt es in 2021 pro Kind. Das heißt: 219 Euro für die ersten beiden Kinder, 225 Euro für das dritte Kind und jeweils 250 Euro für jedes weitere Kind. picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Sebastian Kahnert Bild in Detailansicht öffnen
Der Solidaritätszuschlag - der so genannte Soli - wird nach 30 Jahren für die meisten abgeschafft. Fällig wird er nur noch für Menschen mit besonders hohen Einkommen. picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jens Büttner Bild in Detailansicht öffnen
Die Pendlerpauschale wird auf 35 Cent erhöht, außerdem ist eine Homeoffice-Pauschale von maximal 600 Euro geplant, auch noch rückwirkend für 2020. picture alliance/dpa | Julian Stratenschulte Bild in Detailansicht öffnen
Wer als älterer Mensch eine kleine Rente bezieht, kann in diesem Jahr mit einem Zuschlag im Schnitt von 75 Euro rechnen, der so genannten Grundrente. picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Patrick Pleul Bild in Detailansicht öffnen
Außerdem wird die Grundsicherung erhöht, die so genannten Hartz4-Sätze angehoben: Ein Erwachsener bekommt jetzt 446 Euro im Monat, für Kinder gibt es – nach Alter gestaffelt - zwischen 283 und 373 Euro. picture alliance / dpa | Karl-Josef Hildenbrand Bild in Detailansicht öffnen
Mit dem 1. Januar 2021 gilt in Deutschland auch die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG): Hauseigentümer können sich dann mit nur einem Antrag um praktisch alle für sie in Frage kommenden Förderangebote bewerben. Mehr Geld vom Staat gibt es etwa bei energetischen Sanierungen. picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow Bild in Detailansicht öffnen

Mehrwertsteuer steigt wieder auf Normalniveau

Zunächst aber werden die Preise im Januar steigen: Denn um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzufedern hatte die Bundesregierung zum 1.Juli 2020 die Mehrwertsteuer für ein halbes Jahr gesenkt. Damit die Menschen trotz der unsicheren Zeit weiter Geld ausgeben und die Konjunktur stützen. Diese zeitlich befristete Steuersenkung endet nun: Ab Januar 2021 gilt wieder der reguläre Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent auf die meisten Güter und 7 Prozent auf Waren des täglichen Bedarfs.

Auch hier gibt es Änderungen:

  • In der gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung werden in den alten Bundesländern bis zu einem monatlichen Einkommen von 7100 Euro (bisher 6900 Euro) Beiträge fällig werden, in den Neuen Bundesländern bis 6700 Euro (bisher 6450 Euro).
  • Die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung steigt zu Jahresbeginn bundeseinheitlich auf 4837,50 Euro monatlich. Bisher lag sie bei 4687,50 Euro.
  • Verbraucher sollen Lebensversicherungen künftig besser vergleichen können: Denn die Versicherungsunternehmen müssen ab Januar die sogenannten "Effektivkosten" nach einheitlichen Kriterien angeben und ausweisen. Damit können Kunden also künftig leichter erfassen, wie sich die Kosten eines Vertrags auf die Auszahlung der Lebensversicherung auswirken - und was ihnen am Ende tatsächlich von ihrem eingezahlten Geld bleibt.

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