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Geraten Mieter wegen des Coronavirus in finanzielle Schwierigkeiten, können sie die Miete stunden. Das sorgt allerdings bei Vermietern wieder für Probleme, da die Kosten weiterlaufen.

Mieter können für die Monate April, Mai und Juni ihre Mietzahlungen aussetzen, wenn sie aufgrund des Coronavirus in finanzielle Schieflage gekommen sind. Das sehen die Corona-Gesetze der Bundesregierung vor. Die Miete muss allerdings bis Ende Juni 2022 nachgezahlt werden. Wird sie nicht nachgezahlt, kann der Vermieter den Mietvertrag kündigen. Ferner müssen Mieter nachweisen, dass sie wegen Corona in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind.

Die Kosten laufen beim Vermieter in der Zeit aber trotzdem weiter. Das heißt, hier verschiebt sich das Geldproblem nur vom Mieter zum Vermieter, beklagt zum Beispiel der Eigentümerverband Haus und Grund. Entlastungen gibt es für Vermieter aber für Darlehen. Wer vorübergehend wegen fehlender Mieteinnahmen der Bank keine Rückzahlungen leisten kann, der kann diese ebenfalls aussetzen und nachzahlen, wenn die Miete dann in ein paar Monaten kommt.

Wer keine Miete zahlt, dem kann gekündigt werden

Generell gilt aber: Wer seine Miete nicht pünktlich bezahlt, dem kann von seinem Vermieter gekündigt werden. Denn Vermieter haben ein Anrecht auf pünktliche Mietzahlung. Wer zwei Monatsmieten hintereinander zu einem erheblichen Teil nicht bezahlt, oder in zwei Monaten die Miete vollständig nicht bezahlt, riskiert sogar eine fristlose Kündigung. Der Vermieter kann sich mit der Maßnahme sogar einige Monate Zeit lassen.

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