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SWR-Wirtschaftsredakteurin Petra Thiele (Foto: Dirk Bannert)

Deutsche Kunden kennen Nutri-Score bereits von einigen Produkten. Eine Verordnung schafft jetzt dazu Rechtssicherheit. Die Kennzeichnung bleibt aber freiwillig.

Für den Chef der Verbraucherzentralen, Klaus Müller, ist die freiwillige Einführung des rot-gelb-grünen Nährwert-Logos eine gute Nachricht. Müller kritisiert aber, dass dies nicht ausreichen würde. Seiner Ansicht nach müsse das Logo europaweit flächendeckend auf allen Produkten zu finden sein.

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Jetzt wollen auch die großen Supermarkt-Ketten mitmachen

Den Nutri-Score gibt es bereits für mehr als 1000 Lebensmittel, allerdings hauptsächlich im Internet. Der europäische Marktführer für Produkte auf Sojabasis, Alpro, hat schon die meisten seiner Produkte mit dem Nutri-Score gelabelt. Auch Kartoffelspezialist McCain kennzeichnet bereits einige Waren mit der grün-gelb-roten Nährwerteinschätzung. Discounter wie Aldi und Lidl sowie die Lebensmittelhändler Rewe und Edeka planen, die Nährwertskala auf ihre Eigenprodukte zu drucken.

Unterschiedliche Meinungen bei Lebensmittel-Produzenten

Bis Ende nächsten Jahres will der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern Nestlé den Nutri-Scor auf allen Produkten haben. Derzeit ist er nur auf einigen Müsli- und Fleischersatzprodukten sowie auf Tiefkühl-Pizzen. Nestlé fordert zusammen mit anderen Herstellern inzwischen sogar, den Nutri-Score verpflichtend zu machen. Coca Cola führte vor zwei Jahren ein eigenes Ampelsystem ein und verweigert bislang den Nutri-Score. Unilever wartet auch noch ab.

Gesetzlicher Rahmen für freiwilliges Nährwert-Logo beschlossen Immer mehr Lebensmittel mit „Nutri-Score“

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Nutri-Score wird in Europa immer beliebter

Mit der Ampel gebe es einen Anreiz für die Hersteller, die Rezepturen positiv zu verändern, vermutet der Bundesverband der Verbraucherzentralen. Niemand werde gezwungen, anders einzukaufen, aber die Ampel gebe eine leichte Orientierung. In Frankreich nutzen bereits mehr als 80 Lebensmittelhersteller den Nutri-Score. Spanien und Belgien ziehen gerade nach. Und auch Portugal, Schweiz und Luxemburg unterstützen diese freiwillige Produktkennzeichnung.

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