Viele verschiedene Krankenkassenkarten (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Gesundheit und Geld

14 gesetzliche Krankenkassen erhöhen Beiträge – so können Sie wechseln

STAND
AUTOR/IN
Jutta Kaiser

Zum Jahreswechsel erhöhen einige Krankenkassen ihre Beiträge - darunter Allgemeine Ortskrankenkassen (AOK). Das zeigt eine Auswertung der Stiftung Warentest. Ein Wechsel ist einfach.

Um 0,1 bis 0,5 Prozentpunkte sollen die Beiträge bei 14 Krankenkassen zum Jahreswechsel steigen, so die Stiftung Warentest. Darunter sind:

  • AOK Baden-Württemberg
  • AOK Bayern
  • AOK Bremen/Bremerhaven
  • AOK Hessen
  • AOK Nordost
  • AOK Nordwest
  • AOK Rheinland/Hamburg
  • AOK Rheinland-Pfalz/Saarland
  • AOK Sachsen-Anhalt
  • BKK Exklusiv
  • BKK Public
  • BKK Scheufelen
  • hkk
  • TUI BKK

Die meisten der insgesamt mehr als 70 gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland wollen ihre Beiträge dagegen auch im kommenden Jahr stabil halten. Acht Kassen werden ihre Beiträge laut Stiftung Warentest sogar senken.

So viel Geld können Sie bei einem Krankenkassenwechsel sparen

Die Experten schreiben: Wer monatlich 3.000 Euro brutto verdiene und von einer teuren Kasse zu einer bundesweit günstigen Krankenkasse wechsele, spare mehr als 100 Euro - sehr gut verdienende Arbeitnehmer mehr als 200 Euro pro Jahr.

Allerdings ist bei einem Kassenwechsel nicht nur wichtig, auf die Kosten zu achten - sondern auch auf die angebotenen Extraleistungen.

Wie man die richtige Krankenkasse findet

Die meisten Leistungen sind gesetzlich festgelegt und bei allen Krankenkassen gleich. Daher unterscheiden sich Krankenkassen vor allem darin, welche Zusatzleistungen sie darüber hinaus anbieten. Das können Zuschüsse zu alternativen Heilmethoden und Medikamenten sein, zu einer osteopathischen Behandlung oder einer künstlichen Befruchtung.

Es lohnt sich, verschiedene Krankenkassen miteinander zu vergleichen – das geht im Internet zum Beispiel über die Stiftung Warentest, Vergleichsportale oder den Verbraucherratgeber Finanztip.

Die Versicherungen unterscheiden sich auch bei möglichen Bonusangeboten. So bieten manche Kassen finanzielle Vorteile für Mitglieder, die sich gesundheitsbewusst verhalten. Einige Kassen zahlen auch Zuschüsse für Gesundheitskurse wie Yoga oder übernehmen einen Teil der Kosten für eine professionelle Zahnreinigung.

So funktioniert der Krankenkassen-Wechsel

Wer ein Jahr Mitglied bei seiner vorherigen Kasse war, kann wechseln - mit Frist von zwei Monaten zum Monatsende. Es genügt, bei einer anderen Versicherung einen Mitgliedsantrag zu stellen, ohne vorher beim bisherigen Versicherer zu kündigen. Es besteht kein Risiko, am Ende ohne Versicherung dazustehen: Denn gesetzliche Kassen dürfen im Gegensatz zu privaten Krankenversicherungen keine Kunden ablehnen.

Kündigt eine Krankenkasse einen höheren Zusatzbeitrag an, haben Versicherte ein Sonderkündigungsrecht. Wer also Mitglied bei einer der oben genannten Kassen ist, kann auch kündigen, wenn die Mitgliedschaft noch kein Jahr andauert. Die Kündigungsfrist beträgt allerdings auch dann zwei Monate und sie muss spätestens zum Ende des Monats bei der Versicherung sein, in dem der höhere Beitrag erstmals verlangt wird. Bei einer Erhöhung zum Jahreswechsel wäre das also der 31. Januar.

Wer die Krankenversicherung wechselt, sollte nicht vergessen, den Arbeitgeber darüber zu informieren.

Zu teuer und zu wenig Nutzen? Das bringt eine Krankenhauszusatzversicherung

Chefarztbehandlung oder ein Einzelzimmer – wer sich das für den Aufenthalt im Krankenhaus wünscht, kann zur gesetzlichen Krankenversicherung eine Zusatzversicherung abschließen. Aber lohnt sich das?  mehr...

Marktcheck SWR Fernsehen

Überlegungen in der Versicherungsbranche VdK-Präsidentin lehnt höhere Versicherungsbeiträge für Ungeimpfte ab

In der Versicherungsbranche werden höhere Beiträge für Ungeimpfte diskutiert. Im SWR-Interview hält Verena Bentele vom Sozialverband VdK nichts davon.  mehr...

STAND
AUTOR/IN
Jutta Kaiser