STAND
AUTOR/IN

Der Coronavirus hat immer größere Auswirkungen auf die Entertainment-Branche. Nach James Bond, „Fast & Furios 9“ wurde auch der Kinostart der Mega-Produktion „Mulan“ verschoben.

290-Millionen-Dollar-Produktion kommt ins Lager

Die Realverfilmung des Zeichentrickfilm-Erfolges „Mulan“ ist eine der teuersten Disney-Produktionen aller Zeiten. Das Budget wird auf rund 290 Millionen Dollar geschätzt. Es wurden aufwendige Kulissen in China und Neuseeland gebaut. „Mulan“ ist aber nicht die einzige pompöse Disney-Produktion, die derzeit ins Lager kommt. Auch das Marvel-Abenteuer „X-Men: New Mutants“ und der Horrorfilm „Antlers“ werden nicht im April in die Kinos kommen.

In China brach „Fast & Furios 8“ alle Zuschauer- und Einnahme-Rekorde

Die radikalste Verschiebung haben bislang die Macher der „Fast & Furios“-Reihe bekannt gegeben. Der neunte Teil soll jetzt erst in einem Jahr (voraussichtlich im April 2021) in die Kinos kommen. Grund dafür: Es muss gesichert sein, dass die asiatischen Märkte wieder einwandfrei funktionieren. Der achte Teil von „Fast & Furios“ hatte eine Schallmauer durchbrochen und außerhalb der USA mehr als eine Milliarde in den Kinos eingespielt. Fast 400 Millionen Dollar gaben allein die Chinesen für den Aktionstreifen mit Vin Diesel und Charlize Theron aus. Er wurde in China zum erfolgreichsten ausländischen Film aller Zeiten.

Vin Diesel und Charlize Theron  bei der  Premiere des Films "Fast & Furious 8" in Berlin. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa)
Der achte Teil der Fast & Furios-Reihe hat mehr als eine Milliarde Dollar an den Kinokassen eingespielt. picture alliance/dpa

Tom Hanks mehrfach vom Coronavirus betroffen

In den Sommer verschoben wurde auch der neue Tom Hanks Film „Greyhound“. In dem Zweiten-Weltkriegs-Drama spielt Hanks den Captain eines Navy-Zerstöreres. Außerdem ist der Schauspieler inzwischen selbst unmittelbar vom Coronovirus betroffen. Er und seine Ehefrau haben sich bei den Dreharbeiten zu einem Elvis Presley-Film in Australien infiziert. Auch der dritte Teil von „Ghostbusters“ und der Vampirfilm „Morbius“ mit Jared Leto kommen einige Wochen später als geplant in die Kinos. James Bond-Fans müssen sich bis zum 12. November 2020 gedulden.

Eine junge Frau geht an einer Werbeflaeche für den neuen James Bond Film vorbei. Sie trägt eine Atemschutzmaske. (Foto: Imago, imago images / Olaf Schuelke)
Auch in Singapur wurde schon für den neuen James Bond-Film auf Plakaten geworben. Imago imago images / Olaf Schuelke

Trotz Mehrkosten lohnen sich Verschiebungen

Die Verschiebung des aktuellen James Bond-Films „No Time to die“ (Keine Zeit zu sterben) kostet die Macher eine zweistellige Millionensumme. Schätzungen gehen von 30 bis 50 Millionen Dollar aus. Trotzdem werden sich die Mehrausgaben für MGM und den Verleih Universal Pictures lohnen. Der Film soll eine Milliarde Dollar einspielen und dies ist nur möglich, wenn die Zuschauer weltweit in die Kino-Center gehen können. Auch für James Bond ist China einer der wichtigsten Märkte. Der Ticketverkauf für den längsten James Bond aller Zeiten (163 Minuten) hatte bereits Ende Februar begonnen. Regie führt diesmal der japanisch-schwedische US-Amerikaner Cary Fukunaga, der weltweit für die erste Staffel der bahnbrechenden HBO-Serie „True Detective“ gefeiert wurde.

STAND
AUTOR/IN