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Der Herbst ist da, die Bäume verfärben sich und verlieren ihre Blätter. Doch was soll man mit dem vielen Laub machen, wenn es erst einmal auf dem Boden liegt? Hier gibt es Tipps.

Ob das Herbstlaub weg muss, hängt ganz davon ab, wo es liegt. Laub auf dem Gehweg kann zur Gefahr werden, wenn es nass ist. Wer darauf ausrutscht, kann sich schnell verletzen.

Laub auf dem Gehweg muss entfernt werden

Daher bleibt den Anwohnern im Herbst nichts anderes übrig, als den Bürgersteig vor dem Grundstück regelmäßig von Laub zu befreien. Wer die Bürgersteige nicht freihält, riskiert Schadensersatzansprüche, falls Fußgänger stürzen, warnen die Verbraucherzentralen. Genaue Regeln, wie oft der Besen geschwungen werden muss, gibt es allerdings nicht.

Mit einem Laubbläser treibt ein Gärtner das Herbstlaub in einem Park zusammen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Christian Charisius/dpa)
Laubbläser dürfen in vielen Gemeinden nur werktags und außerhalb der Ruhezeiten betrieben werden. picture alliance/Christian Charisius/dpa

Besser Rechen als Laubbläser nutzen

Rechen sind für die Laubentfernung am nachbarfreundlichsten. Die lauten Laubbläser dagegen nerven schnell. Laubsauger übersteigen nicht selten einen Lärmpegel von 85 Dezibel in der Elektro-Variante, benzinbetriebene Laubsauger erreichen sogar bis zu 115 Dezibel. Wenn man bedenkt, dass ab einer Dauerbeschallung von 80 Dezibel langfristige Hörschäden entstehen können, wird klar, warum die Arbeiter der Stadt oder der Gemeinde Kopfhörer tragen. Weil sie so viel Lärm machen, dürfen viele dieser Geräte nur an Werktagen zu bestimmten Zeiten genutzt werden.

Abgesehen vom Lärm zerkleinern Laubsauger das Laub und damit auch Insekten. Sie saugen sogar Regenwürmer und kleine Frösche auf. So wird das ökologische Gleichgewicht gestört. Zudem werden durch Laubsauger und -bläser Mikroben, Pilze und Tierkot fein in der Luft verteilt. Das kann gesundheitlich bedenklich sein. In kleinen Privatgärten sollte man also auf die Laubsauger und -bläser verzichten und doch lieber zum Besen oder Rechen greifen.

Wo muss Laub weg – wo darf es liegenbleiben

Im Garten sollte man das Laub nicht überall liegenlassen. Es ist besser, Blätter vom Rasen zu entfernen. Rasen braucht Licht und Luft, damit er gut trocknen kann und sich keine Pilze unter den Blättern bilden. Was an Laub nicht einfach liegenbleiben soll, kann als Mulch unter Bäume und Sträucher verteilt oder auf den Komposthaufen gebracht werden.

Im Garten dient Laub Tieren und Pflanzen als Schutz

Für viele Pflanzen kann Laub ein guter Dünger und Schutz vor Frost sein. Für Tiere wie Igel, Regenwürmer, Kröten, Asseln und Spinnen ist Laub sogar überlebenswichtig. Darum rät der Naturschutzbund, Laub dort, wo es nicht stört, liegen zu lassen oder zu Haufen zusammen zu harken. Viele Tiere können darin ohne Probleme überwintern.

Garten winterfest machen (Foto: SWR, SWR - Foto: Dorothée Panse)
Gönnen Sie den Rosen zusätzlich einen Schutz aus Laub, das ebenfalls rund um die Triebe angebracht und leicht angedrückt wird. Achten Sie darauf, dass sich nicht zu viele Eichen- und Nussbaumblätter in dem Laubhaufen befinden, sie enthalten Gerbstoffe, die den Pflanzen schaden können. SWR - Foto: Dorothée Panse

Laub auf keinen Fall verbrennen

Das Verbrennen von Laub ist grundsätzlich verboten. Schon allein wegen der CO2-Bilanz und dem stinkenden Rauch, der Nachbarn stört, ist dieses Verbot sinnvoll. Die Rauchschwaden gefährden die Gesundheit. Sie enthalten Schadstoffe – wie Feinstaub und andere Stoffe – die im Verdacht stehen, Krebs auszulösen. Zudem besteht Brandgefahr.

Kompostieren mit Verstand

Will man seinen Garten sauber haben, kompostiert man das Laub und produziert Dünger für den Garten. Da sollte man sich aber vorher schlau machen, beispielsweise sollte man den Kompost nur bis maximal 20 Prozent mit Laub auffüllen.

Biotonne, Sammelstellen oder ein Anruf

Weitere Entsorgungsmöglichkeiten sind die Biotonne, Grüngut-Sammelstellen bei der Gemeinde und manchmal holt die Gemeinde das Laub sogar ab. Ein Anruf auf dem Rathaus gibt Aufschluss, was möglich ist.

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