Wechselfrist endet am 30.11.

Sparen bei der Autoversicherung

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Ende November ist der klassische Zeitpunkt, zu dem man seine Autoversicherung wechseln kann. Viele Anbieter werben mit Rabatten. Wir sagen, was beim Vergleichen wichtig ist.

Die Autoversicherung kann bei Beitragserhöhungen gekündigt werden (Foto: Colourbox, Foto: Colourbox.de -)
Die Autoversicherung kann bei Beitragserhöhungen gekündigt werden, oder traditionell zum 30.11. Foto: Colourbox.de -

November ist Autoversicherungswechselzeit. Überall wird man gerade bombardiert mit "checken Sie ihre Autoversicherung, Sie sparen Millionen, wenn sie wechseln - aber nur bis Ende November" - es wird also langsam Zeit, wenn man vergleichen will.

Fragen an Katha Jansen, SWR Aktuelle Wirtschaft

Autoversicherungen vergleichen - bringt das immer was?

Unbedingt. Ich weiß, das ist lästig und macht Arbeit, aber wenn man sich hochrechnet, wie viel man sparen kann, lohnt sich der Aufwand. Teilweise lassen sich mehrere hundert Euro sparen. Und gerade jetzt, wo die Frist zum Wechseln bald endet, gehen viele Versicherer nochmal richtig mit den Preisen runter.

Worauf sollte ich beim Wechseln der Autoversicherung achten?

Ein blaues, vorne beschädigtes Auto ist  auf den großen grauen Wagen davor aufgefahren (Foto: SWR, z-Media - Ralf Zwiebler)
Bei einem Unfall müssen sich die Versicherungen einigen, wer welchen Schaden zahlt. z-Media - Ralf Zwiebler

Ganz wichtig ist: Die neue Versicherung muss selbstverständlich alles abdecken, was ich versichern will. Klingt banal, aber da übersieht man tatsächlich schnell mal etwas.

Es geht um Fragen wie: Wer darf alles mit dem Auto fahren? Wie viele Kilometer pro Jahr sind versichert? Wechseln lohnt sich nur, wenn ich eine Versicherung finde, die wirklich dasselbe abdeckt und trotzdem weniger kostet.

Bei der Wahl des Portals, auf dem ich checke - was ist da wichtig?

Man sollte im Hinterkopf haben, dass Online-Vergleichsportale wie Check 24 oder Verivox zwar einen Überblick bieten, aber teils auch Kooperationen mit den Versicherern haben. Es kann also sein, dass einige Anbieter gar nicht im Ranking auftauchen, weil es mit denen eben keine Kooperation gibt. Dagegen gibt es aber ein Mittel: Einfach auf mehreren Portalen vergleichen.

Bringt es auch etwas, bei der eigenen Versicherung nach einem Rabatt zu fragen?

Schild mit Werbung für KFZ-Versicherung (Foto: SWR, SWR -)
Gerade im Herbst locken viel KFZ-Versicherer mit Angeboten. SWR -

Das habe ich selber schon ausprobiert, auch das kann helfen. Denn wir sehen ja an den Preisen, die Versicherungen potentiellen Neukunden bieten - da gibt es Spielraum.

Es lohnt sich also: Erstens, der eigenen Versicherung im Gespräch zu sagen, ich denke über einen Wechsel nach, was können Sie mir anbieten? Zweitens sollte man sich auch die Neukunden-Konditionen anschauen, mit denen die eigene Versicherung wirbt. Dann hat man für das Gespräch schon mal eine Hausnummer parat.

Ist der Preis wichtiger als die Leistungen?

Das ist eine Typenfrage. Für mich sind Versicherungen generell Vertrauenssache - ich würde immer eher ein bisschen mehr zahlen, wenn ich dafür das Gefühl habe, meine Versicherung springt im Schadensfall auch wirklich ein und regelt alles unkompliziert. Aber wenn man kostenorientiert ist, kann es durchaus Sinn machen, auf den im Vergleich günstigsten Anbieter zu gehen. Zumal das oft ja auch keine No-Name Versicherer sind, sondern tatsächlich namhafte Unternehmen, die eben mit guten Preisen Neukunden werben.

Trotzdem würde ich vorab immer erst mal gegenchecken, was sagen andere Kunden im Netz zu dieser Versicherung. Gibt es da Berichte, dass im Schadensfall alles glatt läuft? Oder überwiegt die Kritik der Kunden? Auch ein Blick in die Bewertung von Testzeitschriften kann sich lohnen, um sich ein Bild zu machen.

Online: Heidi Keller, Jutta Kaiser

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