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Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg gehen besonders engagiert gegen Lebensmittelverschwendung vor. Das hat der WWF in einer Analyse festgestellt.

Lebensmittel in einer Mülltonne (Foto: dpa Bildfunk, picture-alliance / dpa -)
Viele Lebensmittel, die eigentlich noch gut sind, werden weggeschmissen. picture-alliance / dpa -

Baden-Württemberg hat das Thema Lebensmittelverschwendung im Abfallwirtschaftsplan verankert, darin strategische Ziele festgelegt und setzt die vorgeschlagenen Maßnahmen größtenteils um, lobt die Naturschutzorganisation. In den letzten beiden Jahren sei das Land besonders aktiv gewesen.

Rheinland-Pfalz hat als eines der ersten Länder alle betroffenen Akteure an einem Runden Tisch vernetzt und konkrete Projekte entwickelt. Darüber hinaus ist das Land besonders bei der Ernährungsbildung erfolgreich.

Pioniere und Nachzügler

Neben Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz bezeichnete der WWF in seiner Analyse noch die Länder Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen als Pioniere im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung. Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gehörten dagegen eher zu den Nachzüglern.

Deutschland hat sich verpflichtet, die Lebensmittelverschwendung bis 2030 zu halbieren. Doch ohne ein bundesweit abgestimmtes Vorgehen lässt sich das nicht effektiv umsetzen, warnt der WWF. Er fordert die neue Bundesregierung deshalb auf, umgehend eine Strategie zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen zu entwickeln. In Deutschland gehen jährlich mehr als 18 Millionen Tonnen Lebensmittel verloren. Über die Hälfte wäre vermeidbar, so die Naturschutzorganisation.

Von Sabine Schütze, SWR Umwelt und Ernährung | Online: Sola Hülsewig

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