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Die Deutschen haben Stress - im Job, aber auch in ihrer Freizeit. Ungefähr sechs Stunden am Tag sind wir in unserer Freizeit aktiv. Und das verursacht Kosten.

Etwa ein Zehntel unseres Einkommens verwenden wir für alles, was mit Freizeit zu tun hat. Das hat das Statistischen Bundesamt ausgerechnet.

Dieser Anteil klingt zwar nach wenig, aber im Schnitt kommen mehr als 250 Euro im Monat pro Haushalt zusammen.

TV - Nummer Eins

Unsere Lieblingsbeschäftigung ist immer noch das Fernsehen. 95 Prozent der Bundesbürger schalten mindestens einmal in der Woche ihren TV ein, das ergab der aktuelle Freizeitmonitor der "Stiftung für Zukunftsfragen", finanziert vom weltweit zweitgrößten Tabakunternehmen British American Tobacco.

Fernseher ist jedoch nicht bei allen Befragten gleich beliebt. Junge Erwachsene und Singles surfen lieber im Internet. Insgesamt nimmt die Mediennutzung in der Freizeit weiter zu und dominiert diese sogar. Bei Jugendlichen und kinderlosen Paaren haben acht von zehn Freizeitaktivitäten mit Medien zu tun.

Runter vom Sofa wird immer wichtiger

Bei all der TV-Glotzerei scheinen uns doch noch die Live-Momente besonders wichtig zu sein: Mehr als 60 Euro im Monat und damit das meiste Geld bei den Freizeitaktivitäten geben wir für Veranstaltungen aus, für Konzerte, Theater, Kino oder Museumsbesuche. Und wir verbringen auch immer mehr Zeit damit.

Reisen und Lesen

Knapp dahinter folgen gleich die Pauschalreisen, davon machen wir zwar nicht so viele, dafür gehen sie aber ganz schön ins Geld. Hier kommen wir auch auf etwa 60 Euro im Monat, das sind mehr als 700 Euro im Jahr.

Auch das Lesen in unserer Freizeit ist weiterhin extrem wichtig für uns, zumindest wenn wir auf die Ausgaben blicken. Bücher, Zeitschriften und Zeitungen sind uns mehr als 30 Euro im Monat wert.

Gärtnern immer beliebter

Kinder bei der Gartenarbeit (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)
picture-alliance / dpa -

Fotoapparate, Stereoanlagen, Computer, Handys und die entsprechende Software kostet uns immerhin noch mehr als 20 Euro im Monat. Und eine Aktivität wird beliebter - das Gärtnern. Ob die hochgezogene Tomate auf dem Balkon oder der eigene Schrebergarten. Immerhin fast 20 Euro im Monat investieren die Menschen in Deutschland in Blumen und Gärten. Die frische Luft dazu gibts dafür umsonst.

"Baden-Württemberg zeichnet sich dadurch aus, dass die Pflichtzeiten häufiger ausgeübt werden als im Bundesdurchschnitt." Das sagte Ulrich Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Studie, dem SWR. Dazu zählen zum Beispiel die Verwandtenpflege oder beruflich orientierte Tätigkeiten. Auch die Gartenarbeit spiele in Baden-Württemberg eine überdurchschnittliche hohe Rolle.

Von Eva Röder, SWR Aktuelle Wirtschaft / Online: Petra Thiele

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