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Scheibe vereist, Batterie leer, Wischwasser gefroren. Mit den Tipps von Marktcheck-Autoexperte Thorsten Link kommen Autofahrer entspannter durch die kalte Jahreszeit.

So kratzt es sich am leichtesten

Es ist im Winter jeden Morgen aufs Neue ein Ärgernis: eine matte Eisschicht auf den Autoscheiben. Vor der Fahrt muss sie weg. Front-, Heck-, Fahrer- und Beifahrerscheibe sollten freigekratzt werden. Es reicht nicht, hier nur ein kleines Guckloch zu befreien. Bei Schnee sollte man zusätzlich zu den Scheiben noch das Dach und die Motorhaube kehren. Dann wird die eigene Sicht nicht behindert. Und Schnee und Eis können das nachfolgende Fahrzeug so auch nicht behindern.

Doch womit kratzt man am besten? An Tankstellen oder in Geschäften gibt es spezielle Kratzer zu kaufen, viele Parkscheiben haben Extrakanten und einige Autofahrer nutzen auch eine CD-Hülle - die brechen aber schnell. Ganz bequem ist Enteiser-Spray. Das hinterlässt allerdings eine ziemliche Schmierage.

Vereisten Scheiben vorbeugen - so geht's

Viele Autofahrer versuchen vorzusorgen, und klemmen Pappkartons, Folien oder Matten unter die Scheibenwischer. Allerdings: Der Pappkarton kann festfrieren. Dann bekommt man ihn nur schwer wieder von der Scheibe runter. Besser sind spezielle, beschichtete Folien.

Bei laufendem Motor kratzen bringt nichts

Gelegentlich sieht man am Straßenrand Fahrer, die bei laufendem Motor die Scheibe kratzen. Die Idee: Während man draußen kratzt, können Lüftung und Heckscheibenheizung die Arbeit erleichtern. Der Motor wird warm und damit auch der Innenraum. Das Problem: Motoren mögen keinen Leerlauf, da sie nicht auf Betriebstemperatur kommen. Außerdem ist das Verhalten umweltschädlich. Richtig warm wird der Innenraum dabei auch nicht.

Autofahren im Winter Was sollten Sie beachten?

Blick in eine Autowerkstatt (Foto: SWR, SWR -)
Viele Autowerkstätten werben mit Winterchecks. Zwingend nötig sind diese allerdings nicht. Wenn Sie die Wartungsintervalle Ihres Autos einhalten, sollten Sie keine Probleme haben. Nicht selten werden die Kunden nur in die Werkstätten gelockt, um zusätzliche Geschäfte zu machen. Und vieles, was dann doch im Winter anfällt, können Sie sogar selbst machen. SWR - Bild in Detailansicht öffnen
Einige Dinge können Sie auch selbst überprüfen, wie zum Beispiel den Stand der Kühlflüssigkeit, der nicht unter die Minimummarke sinken sollte. Die Scheibenwischer und den Stand des Scheibenwaschwassers können Sie ebenfalls selbst checken und den Waschanlagenbehälter, im Winter mit Frostschutzmittel, auffüllen und verschlissene Wischerblätter austauschen. SWR - Werner Herkert Bild in Detailansicht öffnen
Beim Skiurlaub muss so einiges an Gepäck ins Auto. Schwere Taschen und Koffer sollten dabei immer im Kofferraum nach unten und direkt an die Rückbank, damit sie beim Bremsen gar nicht erst ins Rutschen kommen können. Verbandskasten und Warndreieck sollten beim Beladen auf keinen Fall "zugebaut" werden. Und auch die Warnwesten liegen besser griffbereit vorn! Skier sollten bei der Fahrt in den Winterurlaub besser aufs Dach in Skihalterungen oder in eine Dachbox, natürlich zusätzlich gesichert. Die Skischuhe dagegen haben in einer Dachbox nichts verloren. Durch ihr hohes Gewicht könnten sie im Ernstfall zu gefährlichen Geschossen werden. Die zulässige Beladung und vor allem auch die zulässige Dachlast des Pkw müssen außerdem auch berücksichtigt werden, da sich sonst die Fahreigenschaften deutlich verschlechtern. SWR - Bild in Detailansicht öffnen
Winterreifen sollten nach Expertenmeinung ein Profil von mindestens vier Millimetern haben. Gesetzlich vorgeschrieben ist aber lediglich eine Profiltiefe von mindestens 1,6 Millimeter. Eine alte, aber sinnvolle Regel lautet: Winterreifen von Oktober bis Ostern aufziehen. picture-alliance / dpa - Bild in Detailansicht öffnen
Schlechte Sicht durch Schnee und Nebel ist im Winter keine Seltenheit. Bei einer Sicht von weniger als 50 Meter sollte die Nebelschlussleuchte eingeschaltet werden und die Geschwindigkeit höchstens 50 Kilometer pro Stunde betragen. Als Orientierung kann der Abstand der Leitpfosten dienen, der in Deutschland bei gerader Streckenführung auf Landstraßen und Autobahnen 50 Meter beträgt. Ein langsames Fahren empfiehlt sich im Winter ohnehin: Neben schlechter Sicht kann es zusätzlich rutschig sein! picture-alliance / dpa - Bild in Detailansicht öffnen

Was, wenn die Batterie versagt?

Eine leere Batterie ist die häufigste Pannenursache im Winter. Beim Überbrücken der Batterie ist es wichtig, die Kabel in der richtigen Reihenfolge anzuschließen, die falsche Reihenfolge kann die Bordelektronik ruinieren.

So geht's: Zunächst wird das rote Kabel an den Pluspol der leeren Batterie angeschlossen und mit dem Pluspol der vollen Batterie verbunden. Danach wird das schwarze Kabel an den Minuspol der vollen Batterie angeschlossen und mit einem Masseteil des Autos, dessen Batterie leer ist, verbunden. Ein Masseteil ist ein Metallteil im Motorraum. Wichtig ist, das schwarze Kabel nicht an die leere Batterie zu koppeln, da es dann zu Verpuffungen kommen kann. Tipp: Vor dem Motorstart des Empfängerautos einen Verbraucher einschalten - beispielsweise die Lüftung. So wird verhindert, dass es zu Spannungsspitzen kommt.

Frostschutz im Wischwasser

Im Winter ist es wichtig, Scheibenwischwasser im Wischwassertank zu haben, denn aufspritzender Matsch kann die Sicht schnell behindern. Es ist sogar in der Winterreifenverordnung vorgeschrieben, dass die Wischanlage im Winter funktionstüchtig sein muss. Das Scheibenwischwasser sollte so gemischt werden, dass es bis mindestens -20 Grad Celsius frostsicher ist.

Auch im Kühlwasser ist Frostschutzmittel enthalten. Viele Tankstellen bieten solchen Frostschutz auch an. Empfehlenswert ist es, das Kühlwasser in der Werkstatt machen zu lassen, da hier schnell Fehler passieren.

Türschlossenteiser ist Gold wert

Türschlossenteiser ist für diejenigen relevant, deren Autos keine Funkfernbedienung oder kein Keyless Go-System haben. Bei manchen Autos lässt sich auch der Tankdeckel nur mit dem Fahrzeugschlüssel öffnen. Besitzer solcher Autos können auf Nummer Sicher gehen und eine Dose Türschlossenteiser mitnehmen. Das Mittel hilft allerdings nicht, wenn es im zugefrorenen Auto liegt. In der Jackentasche oder der Tasche ist es besser aufgehoben.

Additive in Diesel und Öl

Additive für Diesel oder Motoröle werden heute nicht mehr benötigt. Öle sind in der Regel vollsynthetisch und damit auch frostsicher. Lediglich einige Oldtimer benötigen Additive für den Kraftstoff oder spezielle Winteröle.

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