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Bußgeld soll Hundehalter dazu bringen, die Hinterlassenschaft ihres Haustiers zu entsorgen. In Sachsenheim weigern sich Bauhof-Mitarbeiter, Wiesen mit Hundekot zu mähen. Es geht um Gesundheit.

Hund (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)
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Fragen an Susanne Henn, SWR Umwelt und Ernährung

Ja, so ein Hundehaufen auf der Wiese ist schon eklig. Vor allem dann, wenn er von hohem Gras verborgen wird und man nichts ahnend so richtig schön hineintritt. Aber Hundekot ist nicht nur ekelhaft - gesund ist der Kontakt damit auch nicht. Denn in ihm können eine Menge Parasiten, Würmer, Viren und Bakterien sein.

Der Hundespulwurm - um nur ein Beispiel zu nennen - wird auch auf den Menschen übertragen. Bei entwurmten Hunden ist die Gefahr geringer, aber das sind nicht alle Vierbeiner.

Hände waschen und desinfizieren, Schuhe putzen mit Handschuhen

Allerdings ist die Gefahr, dass man sich auf diese Art wirklich mit einem Erreger infiziert, für Erwachsene ziemlich gering, sofern sie sich sofort gründlich die Hände waschen und, wenn möglich, auch desinfizieren.

Das gleiche gilt für verschmutzte Schuhe - die deshalb am besten mit Handschuhen säubern.

Hundehaufen im Sandkasten

Kinder im Sandkasten (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)
Parasiten, Würmer, Viren und Bakterien drohen. picture-alliance / dpa -

Etwas anders sieht die Sache aus, wenn spielende Kinder - etwa im Sandkasten - mit Hundekot in Berührung kommen.

Wenn sie zum Beispiel Wurmeier verschlucken, kann das krank machen. Aber auch das kommt glücklicherweise eher selten vor.

Hundekot auf Weiden und im Heu

Für Rinder, die auf Weiden grasen, auf denen auch Hunde ihre Geschäfte verrichten, könnte das schon eher zum Problem werden. Infizieren sie sich mit einem bestimmten Parasiten, kann das am Ende Fehl- und Totgeburten zur Folge haben. Die meisten Kühe fressen aber großräumig um Hundehaufen herum, so dass auch hier das Risiko einer Infektion eher klein ist.

Allerdings werden Weiden mit vielen Hundehaufen von manchen Kühen nicht mehr als Fressplatz akzeptiert - und das ist dann ein echtes Problem. Gesundheitlich riskanter wird es zudem, wenn die gefährlichen Erreger mit dem Heu in den Stall gelangen. Dann ist die Infektionsgefahr für die Rinder deutlich höher.

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