Wohltätigkeit richtig gemacht Wie Spendengeld sicher ankommt

Viele Menschen wollen mit Spenden etwas Gutes tun. Doch statt bei den Hilfsbedürftigen landet ihr Geld in den Taschen unseriöser Organisationen. Das lässt sich vermeiden.

Richtig Spenden (Foto: Colourbox, Foto: Colourbox.de -)
November und Dezember ist Spendenzeit: mit Bargeld oder Papierüberweisung, Online oder per Smartphone Foto: Colourbox.de -

Die Deutschen geben gerne und sie geben viel. Wer spendet, will selbstverständlich auch, dass sein Geld sicher und möglichst komplett bei den Hilfsbedürftigen ankommt. Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten müssen und woran Sie seriöse Organisationen erkennen können.

Tipps von Lutz Heyser und Michael Wegmer, SWR Aktuelle Wirtschaft

  • Spendensiegel des DZI
Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für Soziale Fragen (DZI) (Foto: Deutsches Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI) -)
Das Deutsche Zentralinstitut für Soziale Fragen gibt Spendensiegel aus. Deutsches Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI) -

Ein gutes Indiz für eine seriöse Hilfsorganisation ist das Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen, kurz DZI, aus Berlin. Das DZI ist eine Art Spenden-TÜV, das den vielen Anbietern genau auf die Finger schaut. Bei Organisationen, die mit diesem Zeichen zertifiziert sind, sind Spenden also garantiert gut aufgehoben. Außerdem gibt es auch ein Europäisches Spendensiegel für Non-Profit-Organisationen.

  • Informationen über kleinere Spendenorganisationen im Internet

Wer dieses Spenden-Siegel nicht besitzt, ist allerdings nicht automatisch unseriös. Denn viele kleinere Einrichtungen beantragen das Siegel gar nicht, weil es für sie zu aufwendig ist. Manche scheuen auch die jährliche Prüfgebühr, die bei kleineren Organisationen zwischen 600 und 800 Euro betragen kann. Das DZI hat aber auch über viele dieser kleineren Hilfsorganisationen Informationen gesammelt und online verfügbar gemacht.

  • Besser nicht an der Haustür oder auf der Straße spenden
Eine Frau klingelt an einer Haustür. (Foto: © Colourbox.com -)
Anlass zur Skepsis: Spendensammler an der Haustür © Colourbox.com -

Vorsicht gilt dagegen bei Spendensammlern auf der Straße oder direkt an der eigenen Haustür. Wer dazu auch noch Druck ausübt, auf die Tränendrüse drückt oder versucht, dem Angesprochenen ein schlechtes Gewissen zu machen, der sollte gar nichts bekommen.

  • Seriöse Spendensammler im Internet

Aufpassen sollte man auch bei Spendenportalen im Internet. Im Netz fällt es nicht immer leicht, seriöse von unseriösen Spendensammlern zu trennen. Spendenportale wie "Betterplace.org" oder "HelpDirect.org" haben aber einen guten Ruf.

  • Spenden per Smartphone

Auch mit dem Handy kann man inzwischen spenden. Selbst etablierte Hilfsorganisationen wie "Aktion Deutschland hilft", "Welthungerhilfe" oder "Brot für die Welt" bieten dies mittlerweile an. Das funktioniert einfach und unkompliziert. Wissen muss man nur, dass bei der SMS-Spende immer ein Paar Cent Transaktionskosten anfallen können, die im Spendenaufruf aber auch transparent ausgewiesen werden müssen.

Online: Michael Herr

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