Wirtschaftsfaktor Weihnachtsmarkt Glühwein steigert die Kauflaune

Seit Ende November gibt es in vielen Städten wieder Glühwein und Handgemachtes. Das Geschäft brummt: Der Umsatz der 3.000 deutschen Weihnachtsmärkte liegt im Milliardenbereich.

Weihnachtsmartk-Stand (Foto: SWR -)
Der Töpfer Hartmut Allmendinger steht seit 30 Jahren auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt. SWR -

Weihnachtskugeln in allen Farben hängen am Stuttgarter Weihnachtsmarktstand von Hartmut Allmendinger. Darunter stehen Kerzenständer, Sterne, Teller und Schüsseln in allen Größen aufgereiht: Seit 30 Jahren steht der Stuttgarter Töpfer auf dem Weihnachtsmarkt, der zu den größten und ältesten in Europa gehört. Hartmut Allmendinger ist immer noch begeistert von der Verkaufsatmosphäre.

28 Tage für den ganzen Winter

Das Weihnachtsgeschäft müsse reichen, um den ganzen Winter überleben zu können, sagt Allmendinger. Was er genau verdient in den 28 Tagen bis Weihnachten, möchte der ältere Herr mit dem freundlichen Lächeln nicht verraten. So wie alle anderen Händler auch, die hier einen Stand haben. Einige von ihnen machen vermutlich etwa die Hälfte ihres Jahresumsatzes in der Weihnachtsmarktzeit.

Nach Schätzungen des Deutschen Schaustellerbundes (DSB) bescheren die Weihnachtsmärkte in Deutschland den Händlern einen Umsatz im einstelligen Milliardenbereich. Mittlerweile gibt es rund 3.000 Weihnachtsmärkte. Allein in den vergangenen fünf Jahren seien rund 500 neue Märkte entstanden, schätzt der DSB.

Top-Umsatz mit Imbiss und Wein

Imbissstände und Glühweinstände machen die besten Geschäfte. Marcus Christen von der Stuttgarter Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart schätzt, dass ein gutgehender Imbissstand sechsstellige Umsätze macht. Zwischen 1.000 und 15.000 Euro liegen die Gebühren für eine Bude auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt - je nach Größe und abhängig von den Produkten, die Händler verkaufen.

1.000 Bewerber für 280 Plätze

280 Plätze hat der Stuttgarter Weihnachtsmarkt. Dafür gibt es jedes Jahr rund 1.000 Bewerber. Auch bei anderen Weihnachtsmärkten ist die Händlernachfrage oft deutlich höher als das Standangebot. Nur noch ein Drittel der Weihnachtsmärkte liegt komplett in kommunaler Hand. Viele Märkte werden inzwischen von Schaustellervereinen, Verbänden oder Firmen organisiert.

Von Geli Hensolt, SWR Aktuelle Wirtschaft | Online: Petra Thiele

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