Wildfleisch Leckeres von Hirsch, Wildschwein und Co

Im Vergleich zu anderen Fleischsorten kommt Wild in Deutschland höchst selten auf den Tisch. Dabei bieten Hirsch, Wildschwein und Co eine leckere und auch noch ziemlich gesunde Alternative.

Qualität des Wildfleischs in der Regel sehr gut

Wildschweine stehen in einem Wildgatter (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)
Jährlich kommen gut 25.000 Tonnen Wildbret aus deutschen Revieren auf den Markt, rund die Hälfte davon vom Wildschwein, ein Drittel vom Reh. picture-alliance / dpa -

Wildfleisch ist von Natur aus fettarm und mineralstoffreich. Und es ist nicht, wie etwa das Fleisch aus der intensiven Landwirtschaft, unter Umständen mit Arzneimittel- Rückständen belastet. Allerdings wird zwischen der Jägerschaft und dem Bundesamt für Risikobewertung (kurz: BfR) heftig darum gestritten wird, wie es mit der Bleibelastung durch Munition aussieht.

Die Jäger weisen das weit von sich. Das BfR hingegen rät Schwangeren und Kleinkindern davon ab Wildfleisch zu essen, aus Vorsicht vor dem giftigen Blei. Und Erwachsenen sollten laut BfR, wegen der bei der Jagd verwendeten bleihaltigen Munition, nicht mehr als fünfzig Mal pro Jahr Wildfleisch zu verzehren.

Preis für Wildfleisch allerdings eher hoch

Zwei Scheiben Rehrücken mit Pfifferlingen, Preiselbeerbirne und Spätzle liegen am 07.08.2014 in Stuttgart (Baden-Württemberg) auf einem Holzbrett. (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)
Frisches Wildbret, wie die Fachleute das Fleisch von einst freilebenden Tieren nennen, hat seine treuen Fans. picture-alliance / dpa -

Da es sich bei Wildfleisch um ein insgesamt sehr hochwertiges Fleisch handelt, sind die Preise dafür naturgemäß hoch. Viel höher jedenfalls als etwa für Schweinefleisch aus dem Supermarkt.

Das liegt aber auch am Aufwand, mit dem das Wild gejagt, erlegt und dann das Fleich verarbeitet wird. Setzt man die Preise für das Wildfleisch jedenfalls mit denen von Fleisch vom Biobauernhof oder für exquisites Rindfleisch vom Qualitäts-Metzger in Relation, ist der Abstand gar nicht mehr so groß. Wildgenuss bleibt allerdings ein Luxus.

Wildfleisch oft schwierig zu bekommen

Der Forstwirt Robert Faber zerlegt am  30.06.2009 in Bad Sobernheim ein Reh. (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)
Bei Jägern und Forstämtern erhalten Verbraucher ganze Tiere aber auch küchenfertige Wild-Stücke. picture-alliance / dpa -

Um gutes Wildfleisch zu bekommen, muss man als Verbraucher oft ein wenig Aufwand betreiben. Örtliche Jäger oder Förstereien können eine mögliche Bezugsquelle sein. Wild gibt es zudem auch immer öfter aus der Gehege-Haltung. Allerdings werden die Tiere dort meist mit Fertigfutter ernährt. Das hat dann wenig mit dem zu tun, wie sich das Wild in freier Natur sein Futter selbst suchen würde. Was sich natürlich im Fleisch bemerkbar macht.

Ein großes Angebot an Wildfleisch gibt es mitlerweile im Onlinehandel. Dort bekommt man das Fleisch tiefgefroren direkt nach Hause geliefert und muss nicht mehr eigens dafür aufs Land zu den Jägern fahren.

Elke Klingenschmitt, SWR-Umweltredaktion | Online: Lutz Heyser

STAND