Weihnachts-Shopping im Internet So kommen Online-Geschenke rechtzeitig

Bald ist Weihnachten. Wer plant, seine Geschenke online zu bestellen, sollte sich jetzt entscheiden - die Paketdienste haben vor Weihnachten alle Hände voll zu tun.

Ein Paketbote hat mehrere Pakete unter dem Arm. (Foto: Getty Images, Thinkstock -)
Paketdienste haben sich für die Weihnachtszeit besser gerüstet, aber wer sicher gehen will, hat noch andere Möglichkeiten. Thinkstock -

Fragen an Alexander Winkler, SWR Aktuelle Wirtschaft

Bis wann sollte ich bestellen, damit meine Päckchen pünktlich bis spätestens Heiligabend da sind?

Ich würde sagen, Mitte Dezember - also jetzt. Das ist ein ziemlich zuverlässiger Termin. Denn die Paketdienste, mit denen ich gesprochen habe, sagen übereinstimmend, wer bis 15. Dezember bestellt, ist auf der sicheren Seite. Selbstverständlich geht es auch später. Je nach Unternehmen versprechen die Zusteller, dass Pakete noch am 19. oder 20. Dezember angenommen werden und pünktlich ankommen.

Aber da muss man ehrlicherweise dazu sagen: Wenn das Wetter nicht mitspielt und etwa ein Wintereinbruch kommt, ist so ein Versprechen schnell hinfällig.

Kann ich irgendwas tun, falls es doch knapp wird mit meiner Bestellung?

Dann würde ich Päckchen am ehesten in eine Abholstation oder in einen Paketshop bestellen. Da wird zum Teil zwei Mal am Tag geliefert. Und da laufen wir auch nicht Gefahr, die kritischen fünf Minuten zu verpassen, wenn der Paketbote klingelt, oder, dass er einfach nur eine Zustellkarte einwirft.

Letztes Jahr haben einzelne Paketdienste bei Händlern nur noch eine Maximalzahl an Paketen abgeholt, weil sie die Menge ansonsten nicht zuverlässig bewältigen konnten. Läuft das dieses Jahr besser?

Voraussichtlich ja. Denn zumindest solche Obergrenzen gibt es dieses Jahr nicht mehr, weil Händler und Paketdienste enger zusammenarbeiten und Zustellungen präziser planen.

Aber trotzdem: Das Weihnachtsgeschäft ist die heiße Phase für die Logistiker. Bis knapp 20 Millionen Pakete sollen am Tag zugestellt werden. Dafür haben die Paketdienste neue Fahrzeuge gekauft, Depots gebaut, rund 25.000 neue Zusteller eingestellt - also viel Geld investiert. Um das zu kompensieren, verlangen sie vereinzelt in der Weihnachtszeit sogar ein höheres Porto als im Rest des Jahres.

Heißt das, wir müssen höhere Versandkosten bezahlen?

Das, zum Glück, in den meisten Fällen wohl nicht. Vor allem, wenn wir selbst Pakete verschicken, wird es nicht teurer. Denn dieser Aufschlag wird nicht von Privatkunden erhoben, sondern nur von Versandhändlern. Bei denen ist das aber so eine Sache, denn schenken werden sie uns das wohl kaum. Wenn Händler Versandgebühren separat erheben, könnte es sein, dass sie den Aufschlag weitergeben. Das entscheidet aber jeder Händler selbst.

Bei Händlern hingegen, die ohnehin kostenfrei liefern, müssen wir vermutlich nicht mit extra Versandkosten rechnen. Denn die schlagen das unter Umständen einfach auf die Produktpreise drauf. Da aber vor Weihnachten ohnehin Einiges teurer wird, lässt sich kaum sagen, wie viel davon am Ende auf den Versand ausfällt.

Online: Heidi Keller

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